16.08.2026 - KK

Junge, Junge, Jung: Michael Jung mit FISCHERCHIPMUNK FRH und das britische Team sind die neuen Weltmeister der Vielseitigkeitsreiter

Mit einer Bravourleistung haben FISCHERCHIPMUNK FRH und Michael Jung den Springparcours in Aachen fehlerfrei absolviert und sind nun die  Weltmeister der Vielseitigkeitsreiter. Das Team-Gold und die beiden übrigen Medaillen gehen nach Großbritannien, Silber für LORDSHIPS GRAFFALO und Ros Canter, Bronze für LONDON 52 und Laura Collett.

Ebenfalls in die Top-10 ritten CARLITOS QUIDDITCH K und Malin Hansen-Hotopp, die ihr erstes globales Championat auf dem 9. Platz beenden und sich zusammen mit UELZENER'S NICKEL und Julia Krajewski (17. der Einzelwertung),  CARAMIA FRH und Libussa Lübbeke (41.) sowie dem neuen Weltmeisterpaar über Mannschafts-Silber freuen dürfen; die Bronzemedaille sichern sich die US-Amerikaner. Nach dem 22. Platz der letzten WM vor vier Jahren mit CARJATAN S in Pratoni del Vivaro werden D'ACCORD FRH und Christoph Wahler auf dem 16. Platz im Endklassement geführt. Die außergewöhnliche Erfolg der Gastgeber lässt sich an zwei Details ablesen: Neben dem deutschen Aufgebot gelang es lediglich noch den Iren und den Schweden, fünf Paare in die Schlusswertung zu bringen, nur der Union Jack und Schwarz-Rot-Gold sind in den Top-20 vierfach vertreten.

Was für ein Sporttag in der Soers, ein Spannungsbogen, der bis nach dem letzten Sprung gespannt blieb. Viele Zuschauer, wenngleich auch noch so mancher Sitzplatz freiblieb, die alle gebannt allen Ritten folgten, jedes Paar applaudierend begrüßten, so manches stürmisch verabschiedeten und frenetisch feierten, als Michael Jung seine linke Faust gen Himmel streckte.

Die Dramaturgie des späten Nachmittags hätte von Alfred Hitchcock stammen können: Nach 47 von 59 Startern hatte das Publikum erst acht fehlerfreie Ritte gesehen. Die Top-12 auf dem Aachener Rasen eröffneten FULL MONTY DE LACENSE und Aoife Clark (IRL), die sich trotz eines Abwurfs am Ende um einen Platz verbessern sollten.

Direkt danach große Vorfreude im Soerser Rund beim Einritt von CARLITOS QUIDDITCH K und Malin Hansen-Hotopp - die zwei Minuten später war es sehr große Freude auf allen Seiten, der Reiterin, beim Anhang und bei den Zuschauern. Mit lediglich drei Zusatzsekunden war mindestens der 11. Rang abgesichert.

Anschließend ein Paar, das schon vor acht Jahren in Tryon dabei war und dort sensationell auf dem 4. Platz beendete: VASSILY DE LASSOS und Andrew Hoy (AUS). Wie schon bei der vorletzten WM kamen sie mit einer weißen Weste aus dem Parcours zurück. Am Ende sollte es der 6. Rang werden.
Wichtig für ein eigenes Top-Resultat und auch für ein noch greifbares Edelmetall für die Mannschaft der Eidgenossen war der Auftritt von ERIN und Melody Johner, die allerdings mit zwei Abwürfen und zwei Extrasekunden im Ziel ankamen. Dem Schweizer Team blieb nur noch der Funke Hoffnung auf Springfehler der Konkurrenz, allerdings waren sie nun bereits hinter die Iren zurückgefallen; Malin Hansen-Hotopp war in diesem Augenblick einen Platz nach vorne gerutscht.

Fast alles richtig machten die Le Lion-Sieger aus 2017, ALERTAMALIB'OR und Astier Nicolas (FRA), die ohne Abwurf blieben, aber 1,60 Strafpunkte für die Zeitüberschreitung mit in die Wertung nehmen mussten. Der Verbleib in den Top-10 war abgesichert, allerdings mussten sie VASSILY DE LASSOS / Andrew Hoy passieren lassen.

Für die zehnte Nullrunde des Nachmittags sorgten ZARAGOZA und Gaspard Maksud (FRA), die damit in der Endabrechnung nach dem 6. Platz vor vier Jahren in Pratoni nun auf dem 5. Platz einkamen.

Den Auftakt zum Start von drei DIARADO-Söhnen in Folge machten die Lexington-Sieger aus diesem Frühjahr, DIABOLO und William Coleman (USA). Blitzsauber meisterten sie die 13 Hindernisse mit den 16 Sprüngen und stoppten die Uhr innerhalb der 91 -Sekunden-Bestzeit. Mindestens 6. und mindestens Bronze für das US-Team, das in Pratoni mit seiner Hilfe Silber gewann.

Jetzt wurde es ernst für den deutschen Einzelreiter Christoph Wahler im Sattel von D’ACCORD, die gemeinsam die Generalprobe Mitte Juli in Avenches für sich entscheiden konnten. Unter keinem guten Stern stand für das Paar vom Klosterhof Medingen ausgerechnet der Mercedes-Steilsprung - die oberste Stange fiel auf den grünen Rasen, ein weiterer Abwurf am Oxer vor der Schlusskombination kam hinzu. Schade um das mögliche Spitzenresultat, aber es bleibt die Gewissheit, die Prüfung erfolgreich beendet zu haben und zu den besten 20 Vielseitigkeitsreitern auf diesem Globus zu gehören. Des einen Leid, des anderen Freud: Für Malin Hansen-Hotopp ging es im Ranking um einen weiteren Platz nach vorn.

Eine kleine Chance auf Einzel-Edelmetall begleiteten JL DUBLIN und Tom McEwen (GBR) bei ihrem Einritt. Lediglich fünf Punkte, umgerechnet ein Abwurf und drei Zusatzsekunden, trennten sie vom Bronze-Platz. Im letzten Jahr beendeten sie die Europameisterschaft in Blenheim auf eben diesem Bronze-Rang, ein Jahr zuvor wurden sie 4. der Olympischen Spiele in Paris, der letzte internationale Abwurf lag mehr als zwei Jahre zurück. Bis zum drittletzten Hindernis sah alles nach einer Fortsetzung dieser Serie aus, am vorletzten war sie dann aber gerissen. Da das britische Team gestern im Cross ein Paar verloren hatte, wurde dieser Abwurf auch auf das Team-Konto gebucht. Eine Nullrunde von CHIPMUNK / Michi unterstellt, blieb immer noch ein Unterschied von 16 Punkten - eine recht sichere Bank für britisches Team-Gold.

Die Top-3 wurden eingeläutet: LONDON 52 und Laura Collett (GBR), die aktuellen Europameister, die zusammen mit JL DUBLIN / Tom McEwen und LORDSHIPS GRAFFALO / Ros Canter in Paris Team-Olympiasieger wurden, hatten nach hinten nun einen Abwurf und ein paar Sekunden Zeitüberschreitung in der Hand, nach ganz vorne lediglich einen Rückstand von zwei Extra-Sekunden. Alles ging gut bis zu dem Sprung, an dem auch JL DUBLIN strauchelte. LONDON stoppte kurz vor dem überbauten Wassergraben und mit ihrer ganzen Erfahrung pilotierte Laura ihn dennoch über den Oxer, allerdings mit einem Abwurf. Die eine Sekunde Zeitüberschreitung war am Ende ohne Bedeutung. Bronze war ihr sicher, der Beton zum Team-Gold wurde härter.

Dann das Paar, das mit fünf Siegen in Badminton und Burghley sowie dem kontinentalen Titel in 2023 bereits Geschichte geschrieben hat: LORDSHIPS GRAFFALO und Ros Canter (GBR), die vor vier Jahren die WM mit dem vierten Platz beendeten. Nach dem vierten Platz in der Dressur haben sie im Gelände NICKEL und LONDON mit einer Doppel-Null-Runde überholt und nun noch zwei Sekunden Rückstand auf den Platz an der Sonne. Seit dem einen Abwurf im Schlossgarten von Versailles war das britische Vorzeigepaar in allen internationalen Prüfungen stets ohne Abwurf aus dem Parcours zurückgekommen - und so sollte es auch in der Soers sein. Der Silber-Rang war abgesichert, das siebte GBR-Team-Gold in der 60-jährigen Geschichte der Weltmeisterschaften der Vielseitigkeitsreiter gewonnen.

Nach den Siegen von Ros Canter in 2018 und Michael Jung in 2010 stand in diesem Moment bereits fest, es wird in Aachen auf jeden Fall den dritten Doppelweltmeister in der Historie geben. Lediglich Bruce Davidson (1974 und 1978) sowie Blyth Tait (1990 und 1998) war dieses Kunststück zuvor gelungen.

Die Ausgangslage für FISCHERCHIPMUNK FRH und Michael Jung war gesetzt: Für Team-Silber sollten sie im Ziel ankommen, für den Einzeltitel maximal eine Sekunde zu spät sein. Diese eine Sekunde hätte den Gleichstand gebracht, das Gelände hatten beide Paare fehlerfrei gemeistert, blieb es also an der Dressur, um im Fall der Fälle den Ausschlag zu geben - und da hatte CHIPMUNK ganz leicht die Nüstern vorne.

Alleine in der Arena und zehntausende Zuschauer auf den Rängen, der Auftritt von FISCHERCHIPMUNK FRH und Michael Jung. Gestärkt mit der Routine aus weit mehr als 2.300 internationalen Springstarts und der Erfahrung aus über 700 internationalen Vielseitigkeitsprüfungen galoppiert er dort an, wo er in 2019 und 2023 auf dem Weg zu zwei zweiten CHIO-Plätzen mit CHIPMUNK aus dem Gelände ins Stadion einritt. Eine 180-Grad-Wendung auf den ersten Sprung zu.

Mit Weile über den roten Turkish Airlines-Oxer, der das Motto für die ganze Runde hätte sein können: Fliegen, 90 Sekunden fliegen und dann sicher landen. Fehlerlos am Lindt-Steilsprung und dem Sparkassen-Oxer mit den Hufeisen als Glücksbringer darauf. Zwei zweifache Kombinationen an der langen Seite direkt hintereinander, direkt an die Bande gebaut. Oxer-Steil gemeistert, sechs Galoppsprünge, dann Steil-Oxer. An der vorderen Stange des Aussprungs touchiert CHIPMUNK mit den Vorder- und Hinterhufen. Ein Raunen geht durchs Publikum. Linkswendung auf den NRW-Oxer. Wieder Holzkontakt, die Stange rollt einige Augenblicke hin und her, beruhigt sich aber wieder.

Ein leichter Rechtsbogen, dann der FEI-Steilsprung - alles im Lot. Linkswendung mit 270° der Mercedes-Steilsprung, der D’ACCORD zum Verhängnis wurde. Drei Galoppsprünge für die gerade Linie, abheben, landen, alles OK. Rechts herum auf die Longines-Triplebarre zu. 60 der 91 Sekunden sind von der Uhr herunter. Auch hier herüber mit einer guten Höhenreserve. Mit einem Linksbogen gut über den Allianz-Plankensprung, den NICKEL touchiert hatte.

Noch zwanzig Sekunden, die letzte Linie mit zwei Oxern und der DHL-Steil-Steil-Kombination. Die beiden Oxer mit einer Fünfer-Distanz erfolgreich geritten, da blieb nur noch der gelbe Doppelsprung  - und die Zeit. Beim Einsprung blieben noch fünf Sekunden zuzüglich der einen als Reserve. Gut rein - und gut raus, Michis Blick geht zur Videowand, die Uhr bei 89,39 Sekunden gestoppt. Um 16:31 Uhr streckt Michael die linke Faust in den Aachener Himmel. Geschafft.


Der Glückwunsch des Ansagers geht im lauten Jubel und dem Applaus der Zuschauer unter. Auf der Ehrenrunde noch vor der Siegerehrung zieht er den Hut, lächelt und winkt ins Publikum. Die CHIPMUNK-Pflegerin Christina Franzeski wischt sich die Freudentränen aus dem Gesicht, als erster Gratulant kommt Vater Joachim Jung ins Stadion.

Nach dem legendären Sieg mit SAM in Lexington 2010, dem zweiten Platz mit ROCANA in der Normandie 2014, dem Verzicht auf die Titelkämpfe in Tryon, dem fünften Platz mit CHIPMUNK in Pratoni del Vivaro vor vier Jahren nun also der zweite Einzeltitel für den Reitmeister aus Horb. Mit den Teamsiegen in Frankreich und Italien hat Michi von jeder seiner vier WM-Teilnahmen eine Goldmedaille in der Vitrine.


Michaels Resümee:

„FISCHERCHIPMUNK war die ganze Woche über in einer super Form und hat mir heute schon auf dem Abreiteplatz ein super sicheres Gefühl gegeben. Die Bedingungen hier in Aachen sind ideal, in der Arena liegt ein super Boden, da springen die Pferde klasse. Es war unglaublich, die ganze Woche. FISCHERCHIPMUNK ist einfach unglaublich. Ich hab so viel Respekt vor dem Pferd. Das ist unwahrscheinlich, wie er Dressur gehen kann, wie er Springen gehen kann, wie er Rennen kann im Gelände, wie er zuhört, wie er die Nerven behält, obwohl er auch ein bisschen aufgeregt ist. Er ist so sensibel, er fängt sofort ein bisschen an zu schwitzen, ist aber trotzdem super konzentriert und lässt sich toll reiten. Das ist gigantisch, wie er geht. Ich bin so dankbar, dass ich so ein Pferd reiten kann, das ist unglaublich.“

Doppelt hät besser...

Wie auch in Lexington mit SAM gelang ihm der Titelgewinn in Aachen im Sattel von CHIPMUNK mit dem Dressurergebnis. Neben ihm schafften dieses Kunststück in den letzten zwanzig Jahren lediglich ALLSTAR B / Ros Canter in Tryon 2018. Michael hat mit diesem Erfolg den Grundstein für die Wiederholung seiner Erfolgsserie nach dem Gewinn 2012 in London gelegt, als er gleichzeitig Olympiasieger, Welt- und Europameister war. Aachen2026 war für Michi der 14. Sieg dieser obersten Kategorie (Olympia, WM und 5*) der Vielseitigkeitsreiterei. Eingeholt hat er damit William Fox-Pitt, der zwischen 1994 und 2015 14 Vier-Sterne(heute 5*)- Siege in Europa und Nordamerika errungen hat.


Das sagt die Springtrainerin Lara Weber:

„Das war natürlich mega und da haben alle ziemlich mitgefiebert. Es hatte natürlich jeder gehofft, aber dass es dann so aufgeht, das musst du auch nervlich erstmal leisten. Das war eine abnormale Leistung. Vom Anfang bis zum Ende hat Michi das so fokussiert durchgezogen, hat sich wirklich keinen Patzer erlaubt und von Sprung zu Sprung gekämpft. Zwei Mal hatten die beiden vielleicht etwas Glück, aber man hatte nicht das Gefühl, dass sie etwas anbrennen lassen. Ich selber war in der zweiten Hälfte des Parcours gar nicht mehr so nervös wie in der ersten.“


FISCHERCHIPMUNK FRH und Michael Jung (1. mit 23 Punkten)

*2008, Hannoveraner-Wallach von CONTENDRO I aus der HAVANNA von HERALDIK xx x RAMIRO Z

Züchter: Sabine und Dr. Hilmer Meyer-Kulenkampff, Engeln
Besitzer: Sabine & Klaus Fischer, Joachim Jung und das DOKR
Pflegerin: Christina Franzeski

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 23 Punkte
fehlerfrei im Gelände und im Parcours

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
2 Plätze nach oben

LORDSHIPS GRAFFALO und Ros Canter (GBR - 2. mit 23,40 Punkten)

*2012, SHBGB-Wallach von BIRKHOF'S GRAFENSTOLZ TSF aus der CORNISH QUEEN von ROCK KING x BEN FAERIE xx

Züchter: Lordship Stud & Pennie Wallace, Grossbritannien
Besitzer: Michele & Archie Saul

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 23,40 Punkte
fehlerfrei im Gelände und im Parcours

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
2 Plätze nach oben

LONDON 52 und Laura Collett (GBR - 3. mit 28 Punkten)

*2009, Holsteiner Wallach von LANDOS  aus der VERNANTE von QUINAR x CASSINI I

Züchter: Ocke Riewerts, Alkersum
Besitzer: Karen Bartlett, Keith Scott und Laura Collett

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 22,80 Punkte
Gelände: 0,80 Punkte
Springen: 4,40 Punkte

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
1 Platz nach unten


CARLITOS QUIDDITCH K und Malin Hansen-Hotopp (9. mit 33 Punkten)

Für das erst 16. Top-10-WM-Resulat der letzten 40 Jahre für die deutsche Föderation sorgten in Aachen Malin Hansen-Hotopp und CARLITOS QUIDDITCH K.  Der hochaufgeschossene Schimmel, der in diesem Jahr schon in Spezialspringen bis zur Klasse M** hoch platziert war, machte sich auf die 565 Meter lange Reise. In dieser und der letzten Saison war er bei acht von zehn internationalen Einsätzen ohne Hindernisfehler aus den Parcours‘ zurückgekommen, darunter auch beim sechsten Platz in Lexington in 2025. Als wollten sie sagen, ‚legt die Stangen ruhig höher‘ begannen die Blenheim-Team-Europameister ihre Runde. Am NRW-Oxer und am vorletzten Hindernis kam Malin etwas dicht heran, aber Vermögen soll ja bekanntlich beruhigen und ‚Schimmy‘ löste das Problem eben mit diesem.

CARLITOS QUIDDITCH K und Malin Hansen-Hotopp (9. mit 33 Punkten)

*2012, Holsteiner Wallach von QUIWI DREAM aus der AMSTERDAM von CASSINI I x ROMINO

Züchterin: Miriam Kühl, Brodersdorf
Besitzerin: Dr. Bodil Ipsen
Pflegerinnen: Gesche Beerbaum und Dr. Bodil Ipsen

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 28,60 Punkte
Gelände: 3,20 Punkte
Springen: 1,20 Punkte

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
2 Plätze nach oben

Malins Resümee:
„Schimmy sprang fantastisch und er fühlte sich so gut an und sprang durch den Körper, egal wie ich zum Sprung kam, er hat es einfach möglich gemacht. Der größte Dank geht immer an mein Pferd, aber heute ganz besonders. Wir sind wahnsinnig gut eingespielt und ich reite manchmal sehr gute Springen, manchmal auch normale Springen, und heute war eher so ein mittelmäßiger Tag. Aber ich hatte trotzdem immer wieder den Fokus, dass ich, egal was passiert, meinen Plan durchziehe und das hat mit seiner Hilfe heute wahnsinnig gut geklappt. Er sprang heute wirklich besser als je zuvor.“


Lara Weber:

„Auch CARLITOS QUIDDITCH ist super gesprungen, hat von Anfang bis Ende super gekämpft. Am Ende hat er ein paar Zeitfehler gehabt, aber das passiert auf dem großen Platz schnell. Das war eine super Runde und nach Libussa und Julia hat Malin super nachgelegt. Die beiden haben über das ganze Wochenende eine tolle Leistung gebracht und können sehr glücklich sein.“



D'ACCORD FRH und Christoph Wahler (16. mit 38,60 Punkten)

Mit einer ordentlichen Leistung in Luhmühlen und dem Sieg in Avenches haben sich die dritten der Deutschen Meisterschaft noch kurzfristig ins Aachen-Aufgebot geritten. Das Ende der letzten Saison war mit dem Sturz in Burghley und einer Verletzung in Boekelo unglücklich verlaufen, aber umso stärker kam D’ACCORD aus der Rekonvaleszenz zurück. Nach zwei Abwürfen in Luhmühlen hatte Christoph angemerkt „Er ist jetzt vierzehn und wahrscheinlich wird das Springen in seiner Karriere nicht mehr seine Spezialdisziplin werden, aber wenn wir an der einen oder anderen Stellschraube noch etwas drehen und zusammen wieder ein bisschen mehr Routine haben, dann schaffen wir das vielleicht Mal mit einem Fehler.“ In Avenches hat es mit den Stellschrauben hervorragend geklappt, heute waren es dann wieder zwei Abwürfe.

D'ACCORD FRH und Christoph Wahler (16. mit 38,60 Punkten)

*2012, Hannoveraner-Wallach von DIARADO aus der ANETTE von AARKING xx x WALHALL

Züchterin: Christa von Paepke, Lehmkuhlen
Besitzer: Hendrik von Paepke & Stefan Haupt
Pflegerin: Magdalena Lidenholm

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 29,40 Punkte
Gelände: fehlerfrei
Springen: 9,20 Punkte

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
3 Plätze nach oben

Christophs Resümee:

„Dass das Springen vielleicht nicht unsere Spezialdisziplin ist, wussten wir vorher. Man hofft natürlich immer, dass wir heute einen Sahnetag erwischen, aber ich bin trotzdem wahnsinnig stolz auf D'ACCORD, er hat das diese Woche unglaublich gemacht.“


Lara Weber:

„Auch Christoph hat eine super Leistung gebracht, das mit den zwei Fehlern ist schade. Das Pferd ist super angefangen. Christoph ist wirklich sehr konzentriert und sehr gut geritten und so wie er geritten ist, wäre auch eine Runde mit einem Fehler oder eine Nullrunde drin gewesen. Leider hat er sich dann diese zwei leichten Netzroller eingefangen.“



UELZENER'S NICKEL und Julia Krajewski (17. mit 39,60 Punkten)

Als noch amtierende Vize-Weltmeisterin betrat Julia Krajewski im Sattel von NICKEL die Aachener Arena, wo sie bereits lautstark erwartet wurden. Auf jeder Tribüne schwenkten Fans Fahnen und Flaggen und verteilten ein großes Maß an Vorschusslorbeeren. Nach der Dressurführung hatte das in Wallenhorst und Rom beheimatete Paar im Gelände einiges an Zeit liegen gelassen und startete von Rang 19 in den bunten Parcours. Das ihnen das Terrain im Dreiländereck liegt, haben sie mit ihrem CHIO-Sieg vor zwei Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt und blieben dabei im Parcours fehlerfrei. Ein weiterer Pluspunkt: Bereits als Jungspund war NICKEL unter Dirk Ahlmann siegreich in Springpferdeprüfungen bis zur Klasse M. Ganz stark begann die Runde in der Aachener Arena, erfolgreich bis zur Tripelbarre (9), ehe NICKEL mit der Hinterhand die Allianz-Planke aus den Auflagen schob.

UELZENER'S NICKEL und Julia Krajewski (17. mit 39,60 Punkten)

*2014, Holsteiner Wallach von NUMERO UNO aus der ORCHIDEE V von LORENTIN I x CALETTO III

Züchter: Hindrick Stüvel, Rosengarten
Besitzer: Prof. Dr. Bernd Heicke
Pflegerin: Charlotte Wieland

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 22 Punkte
Gelände: 13,60 Punkte
Springen: 4 Punkte

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
16 Plätze nach unten

Julia Resümee:

„Man ist natürlich im Springen gerne fehlerfrei. Wir hatten so einen wirklich ganz blöden Netzroller an der Planke nach der Trippelbarre. Das war ein häufiger Fehler heute, aber NICKEL ist normalerweise ein sehr guter Springer, deswegen ärgert mich das noch so ein kleines bisschen gerade. Sonst ist er alles sehr, sehr gut gesprungen. Es ist ein langer und anspruchsvoller Parcours – wie schon der Rest der Woche auch, alles sehr weltmeisterschaftswürdig hier.“


Lara Weber:

„Julia hat eine ganz solide Runde gedreht, war super fokussiert und NICKEL ist super gesprungen. Die Planke liegt auf sehr leichten Auflagen, da kann so ein Flüchtigkeitsfehler schnell passieren. Das ist super, super schade, aber ansonsten ist er super gesprungen und Julia ist super geritten. Insgesamt kann man damit schon zufrieden sein.“




CARAMIA FRH und Libussa Lübbeke (41. mit 61,10 Punkten)

Sehr souverän beendeten Die Blenheim-Team-Europameister ihre WM-Premiere. Mit einigem Geklapper, gepaart mit dem Glück der Tüchtigen waren sie heute in der Soers unterwegs. Am ersten Oxer der Schlusslinie war allerdings das Glückskonto leer und CARAMIA rollte mit der Hinterhand die vordere Stange des Sprungs aus den Auflagen. Mit Rücksicht auf die optimale Aachen-Vorbereitung
hatte Libussa auf einen Einsatz bei der erstmals ausgetragenen U25-WM der Vielseitigkeitsreiter verzichtet, die vor drei Wochen in Millstreet ausgerichtet wurde. Wie bei ihren Reiterkollegen, die in Irland so überaus erfolgreich waren, taucht jetzt in ihrer Vita neben den vielen Euro-Einträgen, in ganz jungen Jahren war sie bereits als Ponyreiterin Europameisterin mit dem deutschen Team, Mannschafts-Vize-Weltmeisterin auf, nur halt ohne den U25-Zusatz.

CARAMIA FRH und Libussa Lübbeke (41. mit 61,10 Punkten)

*2010, Hannoveraner-Stute von COMTE aus der FLORETTA von FABRIANO x LAURIES CRUSADOR xx

Züchterin und Pflegerin: Annelie Lübbeke, Wingst
Besitzer: Annelie und Dr. Martin Lübbeke

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 31,30 Punkte
Gelände: 25,80 Punkte
Springen: 4 Punkte

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
13 Plätze nach unten

Libussas Resümee:

„Es war spannend, aber CARAMIA und ich, wir kennen uns so gut, in- und auswendig. Wir wissen, dass das nicht ihre Paradedisziplin ist, man muss einfach der Ruhe vertrauen. Sie braucht unheimlich viel mentale Unterstützung und da so eine haltende Hand, die sie da durch den Parcours trägt. Und das haben wir heute ganz gut hingekriegt. Ja, der eine Fehler ist natürlich am Ende schade, man ist immer gerne Null, aber CARAMIA hat schon so viel geleistet, mehr als wir uns je erträumt hätten, also von daher ist das alles super.“


Lara Weber:

„Der Fehler war natürlich schade, aber Libussa und auch ich sind sehr glücklich über die Leistung. Das Pferd hat das super gemacht, super gekämpft und Libussa was super konzentriert, sie ist eine ganz tolle Runde geritten. Man hätte ihr natürlich die Nullrunde gegönnt, aber wir sind beide auch so stolz und sehr glücklich mit der Runde. Nach der Planke kam alles sehr schnell und ich glaube der Oxer ist auch ziemlich häufig gefallen. Wenn da von der Feinabstimmung auch nur eine Kleinigkeit nicht hundertprozentig ist, dann passiert das einfach schnell und man kann beiden keinen großen Vorwurf machen, dass da in der Situation irgendetwas ganz schlecht gelaufen ist. Manchmal ist es auch einfach ein bisschen Pech, dass da so ein Netzroller passiert.“


vl: Michael Jung - Michael Jung - Libussa Lübbeke - Malin Hansen-Hotopp

CARAMIA FRH / Libussa Lübbeke,  UELZENER'S NICKEL / c, CARLITOS QUIDDITCH K / Malin Hansen-Hotopp und FISCHERCHIPMUNK / Michael Jung, dürfen sich hinter den neuen Weltmeistern aus Britannien über Mannschafts-Silber freuen; die Bronzemedaille sichern sich die US-Amerikaner. Neben den Top-3-Nationen haben auch die Iren (4.), die Schweizer (5.) und die Neuseeländer (6.) ihre Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles festgezurrt.


Drei der ersten haben diese Weltmeisterschaft mit ihrem Dressurergebnis beendet: CHIPMUNK, LORDSHIPS GRAFFALO und DIABOLO. Dazu gesellt sich HUMBLE GLORY (Sophia Hill - AUS - 14.) der am Samstag und Sonntag damit im Ranking um 54 nach oben kletterte. Um 45 Plätze herauf ging es für CASPIAN / Louise Romeike (SWE - 15.).


DIABOLO und William Coleman (USA - 4. mit 30 Punkten)

*2012, Holsteiner Wallach von DIARADO aus der ROULETT M von ALJANO x HERALDIK xx

Züchter: Fritz Maschmann, Westensee
Besitzer: DIABOLO Group

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 30 Punkte
fehlerfrei im Gelände und im Parcours

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
17 Plätze nach oben

ZARAGOZA und Gaspard Maksud (FRA - 5. mit 30,90 Punkten)

*2013, AES-Stute von CEVIN Z aus der SARACEN'S PRIDE xx von SARACEN HILL xx x FRENCH DEPUTY xx

Züchterin: Jane Young, Grossbritannien
Besitzer: Jane Young und Martin Thurlow

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 29,30 Punkte
Gelände: 1,60 Punkte
Springen: fehlerfrei in der Bestzeit

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
11 Plätze nach oben unten

VASSILY DE LASSOS  und Andrew Hoy (AUS - 6. mit 31,70 Punkten)

*2009, Anglo-Araber Wallach von JAGUAR MAIL aus der ILLUSION PERDUE X von JALIENNY AA x VULCAIN X

Züchter: Sonia Eyraud, Jean-Louis Beth und Jérôme Berges, FRA-Condom
Besitzer: Linda & Pat Harris und Andrew Hoy

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 26,90 Punkte
Gelände: 4,80 Punkte
Springen: fehlerfrei in der Bestzeit

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
1 Platz nach oben


JL DUBLIN und Tom McEwen (GBR - 7. mit 32,60 Punkten)

*2011, Holsteiner Wallach von DIARADO aus der ZARINNA von CANTO x LOMBARD

Züchter: Volker Göttsche-Götze, Groß Buchwald
Besitzer: Deidre Johnston, Jo Lambert und James Lambert OBE

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 26,60 Punkte
Gelände: 2 Punkte
Springen: 4 Punkte

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
2 Plätze nach unten

ALERTAMALIB'OR und Astier Nicolas (FRA - 8. mit 32,70 Punkten)

*2010, Anglo-Araber Wallach von YARLANDS SUMMER SONG aus der DAMBINE von PRINCE IG'OR X x RIO NEGRO X

Züchter: Marie Christine & Renaud de Lauriere
Besitzer: Aliette Forien, Pascal Ravery, Nicolas Paul, Astier Nicolas

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 30,30 Punkte
Gelände: 0,80 Punkte
Springen: 1,60 Punkte

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
15 Plätze nach oben

JE'VALL und Alexis Goury (FRA - 10. mit 34,90 Punkten)

*2014, KWPN-Hengst von ZAVALL VDL aus der WEMILLEM von CORRADO I x LE TOT DE SEMILLY

Züchter: C.J.M. van Engelen
Besitzer: Michel Mitiusm und Estelle, Yannick & Alexis Goury

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 28,50 Punkte
Gelände: 6,40 Punkte
Springen: fehlerfrei in der Bestzeit

ohne Veränderung im Ranking (Dressur zu final)


HUMBLE GLORY und Sophia Hill (AUS - 14. mit 37,60 Punkten)

*2011, Vollblut-Wallach von BERNARDINI xx aus der SHARPEN xx von SHOVHOG xx x MARSCAY xx

Züchter: Emerald Thoroughbreds
Besitzer: Caroline Duddy, Olivia Greenwood, Michelle & Ted Landy, Andrew & Sophia Hill

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 37,60 Punkte
fehlerfrei im Gelände und im Parcours

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
54 Plätze nach oben unten

CASPIAN 15 und Louise Romeike (SWE - 15. mit 38,10 Punkten)

*2014, ZfdP-Wallach von L.B. CRUMBLE aus der O-HERALDIKA von HERALDIK xx x LANTAAN

Züchter: Hans Dieter Beil, Jahrsdorf
Besitzer: Madeleine Brugmann, Hinrich Romeike und Louise Romeike

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 35,30 Punkte
Gelände: 2,80 Punkte
Springen: fehlerfrei in der Bestzeit

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
45 Plätze nach oben



FALCO und Tim Price (NZL - 21. mit 42,10 Punkten)

*2009, Hannoveraner-Wallach von CARDENIO aus der WITTA von WEINBERG x PILOT

Züchter: Norbert Nowak, Haren
Besitzer: Sue Benson und Tim Price

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 33,70 Punkte
Gelände: 8,40 Punkte
fehlerfrei im Gelände und im Parcours

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
28 Plätze nach oben


FRIEDA und Felix Vogg (SUI - 22. mit 43,30 Punkten)

*2013, Holsteiner Stute von CASALITO aus der PRINCESS VII von HERALDIK xx x ACORD II

Züchter: Jörg Harder, Wewelsfleth
Besitzer: Phoenix Eventing und Felix Vogg

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 29,30 PunkteG
elände: 5,20 Punkte
Springen: 8,80 Punkte

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
6 Plätze nach unten



Neben den dreizehn Paaren, die mit dem Geländeergebnis in der Wertung sind, sprangen fünf Pferde ohne Hindernisfehler, addierten aber Zeitstrafpunkte hinzu. Insgesamt 98 Mal musste der Parcoursdienst Stangen und Planken zurück in die Auflagen hieven. Besonders oft getroffen wurde der erste Oxer auf der letzten Linie (14x), die Planke (12x) vor dieser Linie und ebenfalls 12-fach der Oxer vor der Schlusskombination. Einzig unangetastet blieb der Aussprung der ersten der drei zweifachen Kombinationen. Nahezu die Hälfte (48) der Abwürfe passierten im letzten Drittel des Parcours.


Die Sieger der Einzelwertung: Ros Canter (Silber) Michael Jung (Gold) Laura Collett (Bronze)


Drei Schlussworte aus dem deutschen Lager


Lara Weber (Disziplintrainerin Springen):

„Insgesamt war die Springleistung der fünf Paare schon positiv, natürlich war der eine oder andere Fehler schade. Im Großen und Ganzen können wir aber damit zufrieden sein. Der Parcours war schon anspruchsvoll, gerade zum Schluss haben sie da von der Höhe schon angezogen, das war von den Abmessungen schon sehr reell. Die Linie zum Schluss mit der Triplebarre , dann zur Planke, dann Oxer-Oxer, wo man die Wahl hatte, entweder fünf Galoppsprünge vorwärts oder sechs rückwärts und dann die letzte Kombination, die war schon sehr anspruchsvoll. Es war ein langer Parcours auf einem riesengroßen Platz und am Ende dann diese Steil-Steil-Kombination. Technisch wurde alles abgefragt, auch mit den beiden Kombinationen direkt am Anfang. Eigentlich war es ein sehr schön zu reitender Parcours, aber er hatte überall so seine Tücken und war einer Weltmeisterschaft auf jeden Fall würdig.“


Andreas Dibowski (Disziplintrainer Gelände; selber Sieger beim Aachen-CHIO):

„Der Parcours war fair, aber Aachen ist immer extrem anspruchsvoll. Die Größe des Platzes und das Galoppieren, was zwischendurch gefordert wird, gleichzeitig aber die Pferde wieder auf die Füße zu kriegen und vorsichtig rückwärts arbeiten zu lassen an den Sprüngen, da haben viele Reiter Probleme mit, das kennen wir auch vom CHIO. Du hast auch nirgendwo die Möglichkeit, das zu trainieren und das macht es hier zu einer besonderen Herausforderung.“


Dr. Annette Wyrwoll (Equipechefin):

„Ich denke, wir haben unsere Mission erfüllt. Die Engländer waren hier einfach sehr stark und haben trotz des Ausfalls des ersten Mannschaftsreiters die Nerven behalten. Ros Canter ist ja sowas von nervenstark in allen drei Disziplinen. Mit der Silbermedaille bin ich super zufrieden und Michis Sieg ist natürlich legendär. Es ist eine unbändige Freude zu sehen, wie das 18-jährige Pferd, der jetzt zum dritten Mal bei einer Weltmeisterschaft dabei war, so topfit in der Dressur, im Gelände und im Springen gegangen ist. Im Parcours hat man einfach auch die mega Routine von Michi als Springreiter gesehen.“


Die Platzierten aus dem Leaderboard der Rechenstelle:


Alle Ergebnisse aus Aachen hat die Rechenstelle:

https://rechenstelle.de/de/veranstaltungen/2026/aachen/



15.08.2026 - KK

Von der Spitze grüßen Michael Jung mit FISCHERCHIPMUNK FRH und das britische Team

Fehlerfrei kamen FISCHERCHIPMUNK FRH und Michael Jung aus dem Aachen-Gelände zurück und haben damit die Führung im Rennen um die Weltmeisterschaft der Vielseitigkeitsreiter übernommen. Direkt dahinter reiht sich das Olympia-Gold Team aus Paris ein: LORDSHIPS GRAFFALO und Ros Canter, LONDON 52 und Laura Collett sowie JL DUBLIN und Tom McEwen. Bis auf den fünften Rang brachte D'ACCORD FRH und Christoph Wahler ihre Doppel-Null-Runde, mit einer kleinen Zeitüberschreitung sind CARLITOS QUIDDITCH K und Malin Hansen-Hotopp nach dem Cross auf weiterhin auf dem 11. Rang.

UELZENER'S NICKEL und Julia Krajewski benötigten etwas mehr Zeit und sind nun auf Rang 20, CARAMIA FRH und Libussa Lübbeke hatten einen Flaggenfehler und waren auch länger unterwegs und sind im Zwischenklassement auf dem 45. Platz.

Die Briten sind unterwegs, dem deutschen Team, das aktuell auf dem zweiten Rang liegt, den Weltmeistertitel abzunehmen. Auf dem Bronzerang steht die Mannschaft aus der Schweiz, gefolgt von den Iren, den Reitern aus den USA und den Franzosen.

Über 35.000 Zuschauer verfolgten mit Begeisterung live den Geländeritt der zweiten Weltmeisterschaft nach 2006 in Aachen. Immer wieder war in den Interviews zu hören, wie sich die Reiter über den Applaus und die Anfeuerung gefreut haben, wie es sie mit über die Strecke getragen hat. Vielen Menschen war anzusehen, für welches Team die Herzen höher schlagen. Fahnen und Flaggen überall, die Nationalfarben auf die Wangen aufgetragen, bunte Schleifen in den Haaren, Hosen, Oberteile und Kopfbedeckungen, die die Zuordnung sehr einfach machte. Alles in allem eine tolle Stimmung in der Soers.

Sportlich gaben die Briten und die Gastgeber deutlich den Ton an, belegen die ersten fünf Plätze in der Einzelwertung und stehen auch im Teamwettbewerb vorne. Fünf der sechs Spitzenpositionen haben  Pferde aus deutschen Zuchtställen inne, das sechste wurde in Britannien geboren.


FISCHERCHIPMUNK FRH und Michael Jung (Overnight-Leader mit 23 Punkten)

In der Rolle des Jägers scheint er sich extrem wohl zu fühlen. Wie schon in Paris übernahm das Paar aus Horb nach einem fulminanten Geländeritt die Führung im Einzelklassement. Ohne Hindernisfehler und mit fünf Sekunden Zeitreserve kamen sie aus dem von Giuseppe della Chiesa konzipierten Kurs zurück.

FISCHERCHIPMUNK FRH und Michael Jung (Overnight-Leader mit 23 Punkten)

*2008, Hannoveraner-Wallach von CONTENDRO I aus der HAVANNA von HERALDIK xx x RAMIRO Z

Züchter: Sabine und Dr. Hilmer Meyer-Kulenkampff, Engeln
Besitzer: Sabine & Klaus Fischer, Joachim Jung und das DOKR
Pflegerin: Christina Franzeski

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 23 Punkte
Gelände: ohne Hindernisfehler in der Bestzeit

Veränderung im Ranking:
2 Plätze nach oben

Michaels Resümee:

„Es hat heute unheimlich viel Spaß gemacht. FISCHERCHIPMUNK ist einfach ein unglaubliches Pferd, im positiven Sinn eine Maschine, er hat so viel Energie und macht so gut mit und hat am Schluss nochmal so durchgezogen. Es war nicht so ganz einfach, die Zeit zu timen heute. FischerChipmunk hat einfach super gekämpft. Ich habe versucht, nicht zu schnell loszureiten am Anfang, sondern so ein bisschen reinzuhören: Wie ist er drauf? Wie galoppiert er? Wie fühlt er sich an? Ihm auch so ein bisschen Zeit geben noch, nicht zu überpacen bis zum ersten Coffin hin. Und dann sind wir immer mehr in den Rhythmus reingekommen und er hat sich einfach super reiten lassen. Ich habe mich nur einmal aufrichten müssen, dann war er schon wieder gedanklich bei mir. Das ist gigantisch, dass er einfach immer wieder mehr noch dazulernt, immer noch mehr Routine kriegt. Wir kennen uns immer mehr in- und auswendig und das hilft natürlich am Ende, überall so einen Bruchteil von einer Sekunde zu sparen und auch, dass man am Schluss noch mal so für die Zeit fighten kann. Das ist schon ein unglaubliches Gefühl."


Michael zur Stimmung:

„Mega, mega, es ist schon die ganzen Tage ein tolle Stimmung, auch weil die anderen Disziplinen mit auf dem gleichen Turnier sind. Hier im Gelände ist es gigantisch. Es ist unglaublich, wie viel los ist da draußen, überall an der Strecke. Man merkt es schon in der S-Kurve von Sprung eins auf zwei, da stehen die Leute überall an der Strecke und man wird angefeuert und bejubelt. Das ist wirklich gigantisch und das ist auch letztendlich das Tolle bei so einem Championat."

Andreas (Dibo) Dibowski zur Runde von CHIPMUNK und Michael

„Wir wollten auf jeden Fall den dritten Reiter sicher im Ziel haben, bei Michael, haben wir gesagt, uns nützt jetzt sowohl individuell als auch für die Mannschaft nur die schnellst-mögliche Runde. Er hat für sich und die Mannschaft geritten. Auch Michael hat einen sehr großen Beitrag zum gesamten Team geleistet. Heute war sein Ritt eine fantastische Leistung, auch kämpferisch. Sie sind lässig angefangen, waren dabei total souverän. Nach der ersten Hälfte war Michi immer noch gut in der Zeit, aber er wusste auch, wie zeitaufwändig die letzten Elemente sind und hat sein Tempo kontinuierlich gesteigert. In den letzten zwei Minuten hat er mit maximalem Risiko und maximaler Kontrolle geritten. Besser hätte man das wirklich nicht machen können. Das war kein Spaziergang, das war kämpferisch bei 150 Prozent.“


D'ACCORD FRH und Christoph Wahler (5. mit 29,40 Punkten)

Gestern noch hatte Christoph gelächelt: „Er hat schon in Luhmühlen und Avenches bewiesen, dass er auch auf kringeligen Kursen schnell sein kann.“ Heute dann der dritte Streich: Alle Hindernisse fehlerfrei überwunden und die schnellste Zeit aller 85 Paare, 14. Plätze rauf im Ranking und als fünfte nur etwas mehr als einen Springfehler hinter den Medaillenrängen.

D'ACCORD FRH und Christoph Wahler (5. mit 29,40 Punkten)

*2012, Hannoveraner-Wallach von DIARADO aus der ANETTE von AARKING xx x WALHALL

Züchterin: Christa von Paepke, Lehmkuhlen
Besitzer: Hendrik von Paepke & Stefan Haupt
Pflegerin: Magdalena Lidenholm

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 29,40 Punkte
Gelände: ohne Hindernisfehler in der Bestzeit

Veränderung im Ranking:
14 Plätze nach oben

Christophs Resümee:

„Das ist unglaublich! Ich hatte hier in Aachen schon gute Tage und auch schon nicht so gute Tage. Und das ist definitiv der beste bisher. D‘ACCORD ist unfassbar gegangen. Ich habe eigentlich die ganze Zeit gedacht ,Mensch, das läuft aber wirklich gut. Jetzt konzentrier‘ dich, halt alles zusammen, lass ihn nicht zu sehr gehen‘. Weil das hat man, glaube ich, auch gesehen, wie frisch er am Ende ist, wie doll er dann auch noch weiter will. Dann kam mir vorm letzten Wasser der nächste Starter entgegen. Auf einmal war die Konzentration bei ihm weg. Ich habe mich davon auch so ein bisschen ablenken lassen und wir hatten dann einen schlechten Einsprung und haben dann gerade noch so die Linie bekommen zum Aussprung. Das hat mich eigentlich geärgert, weil das dem Rest des Kurses nicht gerecht wurde.“


Dibo:

„Christoph ist perfekt geritten. Er hat dem Pferd Zeit gegeben und wir wussten, er kann hinten heraus nochmal richtig schnell werden, ohne hektisch zu werden. Er hat genau das richtige Maß gefunden, den Ritt einzuteilen. Er kann auch unangenehm werden, wenn er stark wird, aber konnte während des ganzen Kurses seine Stärken ausspielen. Bei den Doppelecken war ein kurzer Moment, wo er sich so aufhängen wollte, kam aber sofort wieder zum loslassen, hat dem Pferd gezeigt ‚das ist dein Weg‘  und er war sofort wieder in der Spur.“



CARLITOS QUIDDITCH K und Malin Hansen-Hotopp (11. mit 31,80 Punkten)

Die fünfte Geländerunde ohne Hindernisfehler hintereinander präsentierte das Paar aus Meck-Pomm dem Aachener Publikum, zu der Zeitüberschreitung gibt es später noch die Trainermeinung. Als elfte sind sie weniger als einen Springfehler von den Top-5 entfernt.

CARLITOS QUIDDITCH K und Malin Hansen-Hotopp (11. mit 31,80 Punkten)

*2012, Holsteiner Wallach von QUIWI DREAM aus der AMSTERDAM von CASSINI I x ROMINO

Züchterin: Miriam Kühl, Brodersdorf
Besitzerin: Dr. Bodil Ipsen
Pflegerinnen: Dr. Bodil Ipsen und Gesche Beerbaum

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 28,60 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
8 Sekunden ≙ 3,20 Punkte

ohne Veränderung im Ranking

Malins Resümee:

„Es war sensationell. Dieses Pferd ist einfach die Rakete. An Hindernis neun haben wir von vornherein gesagt, nachdem da die ersten wirklich schlecht reingesprungen sind, dass wir den längeren Weg nehmen. Und das hat sich ausgezahlt. Das war auch Team-Order. Ansonsten hatte ich einen Freifahrtschein, nur um zu gucken, wie er sich anfühlt. Bei der ersten der Doppelecken ist er leicht weggerutscht, bei der zweiten habe ich nur gedacht ‚los, da rüber‘ und dann springt er eben los. Das ist mein großes Glück, dass er so viel Springvermögen hat, dass er dann aus so einem Moment auch einfach abhebt – auch in einer achten Minute.“


Dibo:

„Malin ist top geritten, 1a. Sie hat das Pferd in Fluss kommen lassen, hat dem Pferd die passende Zeit gegeben. Sie waren sehr souverän, sehr sicher auf der Linie, da gab’s kein wenn und kein aber. Wenn sie später geritten wäre und gewusst hätte, dass bereit drei von uns im Ziel sind, hätte sie vielleicht die acht Sekunden noch heraus geholt, das wäre sicherlich drin gewesen.



UELZENER'S NICKEL und Julia Krajewski (20. mit 35,60 Punkten)

Eine Bilderbuchrunde präsentierten die Dressursieger im Cross. Fehlerfrei an allen Hindernissen, gleichmäßig, wenn auch auf für die Bestzeit etwas zu langsam, im Tempo und insgesamt reif für ein ausgezeichnetes Lehrvideo.

UELZENER'S NICKEL und Julia Krajewski (20. mit 35,60 Punkten)

*2014, Holsteiner Wallach von NUMERO UNO aus der ORCHIDEE V von LORENTIN I x CALETTO III

Züchter: Hindrick Stüvel, Rosengarten
Besitzer: Prof. Dr. Bernd Heicke
Pflegerin: Charlotte Wieland

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 22 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
34 Sekunden ≙ 13,60 Punkte

Veränderung im Ranking:
19 Plätze nach unten

Julias Resümee:

„Ich bin mal wieder sehr, sehr stolz auf NICKEL. Er ist einfach geradeaus, er ist einfach so ehrlich und macht das immer so selbstverständlich. Dann sieht es immer ganz leicht aus, ganz so leicht ist es aber nicht. Der Kurs ist wirklich anspruchsvoll. Aber NICKEL lässt halt einfach keine Zweifel aufkommen, ob er irgendwo drüber will oder nicht. Er ist ja kein Blüter, nicht das schnellste Rennpferd. Es fällt ihm schwer, irgendwo Zeit gut zu machen, die man natürlich mit den sehr kringeligen Komplexen hier irgendwo liegen lässt. Das ist so. Ich habe versucht, so gleichmäßig wie möglich zu reiten, dass auch genug Kraft im Tank ist am Ende für die letzte Aufgabe. Ich glaube, heute morgen hat man gesehen, dass das nicht ganz von alleine geht bis ins Ziel zu kommen. Ich denke, wir haben fürs Team voll unser Soll erfüllt und daher bin ich da sehr, sehr zufrieden."


Dibo:

„Bei Julia hatten wir die Empfehlung ausgesprochen, dass wir die dritte Nullrunde gebrauchen. Sie sollte reinfühlen was geht, sie kennt das Pferd gut genug. Wir wissen, es ist kein schnelles Pferd, aber es ist ein sehr sicheres Pferd. Auch sie hatte die Option, bei den Doppelecken eventuell den langen Weg zu reiten. Aber sie wusste, sie war hinter der Zeit und um nicht noch mehr durchzuhängen ist sie direkt geritten und hat das exzellent gemacht. Am Zwei-Minuten-Punkt war sie mit der Zeit noch OK, danach lief ihr die Zeit immer so ein bisschen weg. Das Pferd hält dann seinen Rhythmus, aber dann Zeit herauszuholen, das ist mit dem Pferd sehr, sehr schwierig.“



CARAMIA FRH und Libussa Lübbeke (45. mit 57,10 Punkten)

Wie schon beim Euro-Sieg in Blenheim hatte das Trainerteam dem  jüngsten deutschen Paar die Rolle der Pfadfinder übertragen, die sie souverän ausfüllten und das erste Teamergebnis sicher ins Ziel brachten.

CARAMIA FRH und Libussa Lübbeke (45. mit 57,10 Punkten)

*2010, Hannoveraner-Stute von COMTE aus der FLORETTA von FABRIANO x LAURIES CRUSADOR xx

Züchterin: Annelie Lübbeke, Wingst
Besitzer: Annelie und Dr. Martin Lübbeke
Pflegerin: Annelie Lübbeke

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 31,30 Punkte
Hindernisse: 9 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
42 Sekunden ≙ 16,80 Punkte

Veränderung im Ranking:
17 Plätze nach unten

Libussas Resümee:

„Ich kam sehr, sehr gut rein. Ich hatte sie ein bisschen kürzer reinspringend erwartet. Jetzt war es aber so, dass sie extrem gut reinsprang, so weiterzog und ein bisschen auf die Innenbahn kam“ beschrieb Libussa die Situation, die am Ende zum Flaggenfehler führte. „Für mich war der Plan, ein Ergebnis bestmöglich ins Ziel zu bringen, nicht unbedingt auf die Zeit zu achten, weil man bekanntlich in Aachen weiß, dass die, die es richtig drauf anlegen, auch schnell mal einen kleinen Fehler haben können. Es war sehr intensiv. Also das ist ein Kurs, da hast du keine Sekunde zum einmal Luftholen und Nachdenken, sondern du musst von Anfang bis Ende richtig auf der Spur sein, alles voreinander haben. Es hat riesig viel Spaß gemacht mit den Leuten, die einen anfeuern, das macht schon Freude.“


Dibo:

„CARAMIA ist ein unheimlich ehrliches Pferd, sie sucht wirklich den Sprung. Sie kann unangenehm zu reiten werden, wenn sie in der zweiten Hälfte ist, weil sie dann auch mal öfter nicht zuhört. Dadurch ist auch dieser Flaggenfehler passiert, weil sie zu doll ins Wasser kamen, Libussa hat ein klein bisschen zu früh reingewendet und die Distanz wurde eng und sie hat es nicht geschafft, konsequent das Pferd zusammen zu halten. Dann schiebt sie halt rein und sprang in die Fahne rein. Danach war alles super, auch ihre Entscheidung, bei den Doppelecken den langen Weg zu reiten, um das Ergebnis für die Mannschaft abzusichern."


Mit einer der insgesamt sechs Doppel-Null-Runden haben sich LORDSHIPS GRAFFALO / Ros Canter (GBR - 2. mit 23,40 Punkten) an die zweite Stelle geschoben, direkt gefolgt von LONDON 52 / Laura Collett (GBR - 3. mit 23,60 Punkten), die zwei Zusatzsekunden mit in die Wertung nehmen. Diese Top-3 trennt vor dem Parcoursspringen weniger als eine aus den Auflagen gerollte Hindernisstange. Bereits einen kleinen Rückstand haben JL DUBLIN / Tom McEwen (GBR - 4. mit 28,60 Punkten), mit DIABOLO / William Coleman (USA - 6. mit 30 Punkten) ist das fünfte deutsche Pferd in der Spitzengruppe vertreten.


LORDSHIPS GRAFFALO und Ros Canter (GBR - 2. mit 23,40 Punkten)

*2012, SHBGB-Wallach von BIRKHOF'S GRAFENSTOLZ TSF aus der CORNISH QUEEN von ROCK KING x BEN FAERIE xx

Züchter: Lordship Stud & Pennie Wallace, Grossbritannien
Besitzer: Michele & Archie Saul

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 23,40 Punkte
Gelände: ohne Hindernisfehler in der Bestzeit

Veränderung im Ranking:

2 Plätze nach oben

LONDON 52 und Laura Collett (GBR - 3. mit 23,60 Punkten)

*2009, Holsteiner Wallach von LANDOS  aus der VERNANTE von QUINAR x CASSINI I

Züchter: Ocke Riewerts, Alkersum
Besitzer: Karen Bartlett, Keith Scott und Laura Collett

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 22,80 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
2 Sekunden ≙ 0,80 Punkte

Veränderung im Ranking:
1 Platz nach unten

JL DUBLIN und Tom McEwen (GBR - 4. mit 28,60 Punkten)

*2011, Holsteiner Wallach von DIARADO aus der ZARINNA von CANTO x LOMBARD

Züchter: Volker Göttsche-Götze, Groß Buchwald
Besitzer: Deidre Johnston, Jo Lambert und James Lambert OBE

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 26,60 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
5 Sekunden ≙ 2 Punkte

Veränderung im Ranking:
1 Platz nach oben


DIABOLO und William Coleman (USA - 6. mit 30 Punkten)
*2012, Holsteiner Wallach von DIARADO aus der ROULETT M von ALJANO x HERALDIK xx

Züchter: Fritz Maschmann, Westensee
Besitzer: DIABOLO Group

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 30 Punkte
Gelände: ohne Hindernisfehler in der Bestzeit

Veränderung im Ranking:
15 Plätze nach oben

ZARAGOZA und Gaspard Maksud (FRA - 7. mit 30,90 Punkten)

*2013, AES-Stute von CEVIN Z aus der SARACEN'S PRIDE xx von SARACEN HILL xx x FRENCH DEPUTY xx

Züchterin: Jane Young, Grossbritannien
Besitzer: Jane Young und Martin Thurlow

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 29,30 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
4 Sekunden ≙ 1,60 Punkte

Veränderung im Ranking:
9 Plätze nach oben

ALERTAMALIB'OR und Astier Nicolas (FRA - 8. mit 31,10 Punkten)

*2010, Anglo-Araber Wallach von YARLANDS SUMMER SONG aus der DAMBINE von PRINCE IG'OR X x RIO NEGRO X

Züchter: Marie Christine & Renaud de Lauriere
Besitzer: Aliette Forien, Pascal Ravery, Nicolas Paul, Astier Nicolas

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 30,30 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
2 Sekunden ≙ 0,80 Punkte

Veränderung im Ranking:
15 Plätze nach oben


ERIN und Melody Johner (SUI - 9. mit 31,50 Punkten)

*2015, CDE-Wallach von MENEUSEKAL xx aus der EMERAUDE DU PONTET von UN AMOUR IV x TCHERKESS xx

Züchter: Ramon Beca, Spanien
Besitzer: Syndicat Gama und Mélody Johner

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 31,50 Punkte
Gelände: ohne Hindernisfehler in der Bestzeit

Veränderung im Ranking:
23 Plätze nach oben

VASSILY DE LASSOS  und Andrew Hoy (AUS - 10. mit 31,70 Punkten)

*2009, Anglo-Araber Wallach von JAGUAR MAIL aus der ILLUSION PERDUE X von JALIENNY AA x VULCAIN X

Züchter: Sonia Eyraud, Jean-Louis Beth und Jérôme Berges, FRA-Condom
Besitzer: Linda & Pat Harris und Andrew Hoy

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 26,90 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
12 Sekunden ≙ 4,80 Punkte

Veränderung im Ranking:
3 Plätze oben unten

FULL MONTY DE LACENSE und Aoife Clark (IRL - 12. mit 32,70 Punkten)

*2015, SF-Wallach von QUICKLY DE KREISKER aus der LOLA DE LA CENSE von VESONTIO DU MESNIL x FLORISS II X

Züchter: S.C.E.A. du Nordon
Besitzer: Ace of Spades Syndicate

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 31,50 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
3 Sekunden ≙ 1,20 Punkte

Veränderung im Ranking:
20 Plätze nach oben


ARTIST und Monica Spencer (NZL - 13. mit 33,70 Punkten)

*2011, Vollblut-Wallach von GUILLOTINE xx aus der MAXAMORE xx von VOLKSRAAD xx x GREEN DESERT xx

Züchter: Windsor Park Stud
Besitzer: Spencer Eventing

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 28,90 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
12 Sekunden ≙ 4,80 Punkte

ohne Veränderung im Ranking

D. DAY und Caroline Harris (GBR - 14. mit 33,80 Punkten)

*2014, AES-Wallach von BILLY MEXICO aus der DILLUS xx von DILUM xx x RELKINO xx

Züchterin: Fiona Olivier
Besitzerinnen: Lucy Matthews, Fiona Olivier, Marie Anne Richardson und Heather Royle

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 32,60 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
3 Sekunden ≙ 1,20 Punkte

Veränderung im Ranking:
26 Plätze nach oben

FRIEDA und Felix Vogg (SUI - 15. mit 34,50 Punkten)

*2013, Holsteiner Stute von CASALITO aus der PRINCESS VII von HERALDIK xx x ACORD II

Züchter: Jörg Harder, Wewelsfleth
Besitzer: Phoenix Eventing und Felix Vogg

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 29,30 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
13 Sekunden ≙ 5,20 Punkte

Veränderung im Ranking:
1 Platz nach oben


SEATTLE PARK und Jillian Giessen (NED - 16. mit 34,70 Punkten)

*2013, Vollblut-Wallach von RESET xx aus der SEALERS COVE xx von BRIEF TRUCE xx x BICENTENARY xx

Züchter: P. Wooldridge, Australien
Besitzer: Lips Stables VOF

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 33,90 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
2 Sekunden ≙ 0,80 Punkte

Veränderung im Ranking:
34 Plätze nach oben

JE'VALL und Alexis Goury (FRA - 17. mit 34,90 Punkten)

*2014, KWPN-Hengst von ZAVALL VDL aus der WEMILLEM von CORRADO I x LE TOT DE SEMILLY

Züchter: C.J.M. van Engelen
Besitzer: Michel Mitiusm und Estelle, Yannick & Alexis Goury

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 28,50 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
16 Sekunden ≙ 6,40 Punkte

Veränderung im Ranking:
7 Plätze nach unten

LILLET 3 und Tamra Smith (USA - 18. mit 35 Punkten)

*2016, Holsteiner Stute von LIVELLO aus der PRINCESS L von CALIDO I x ZAREWITSCH xx

Züchterin: Morena Petersen, Ahrenviöl
Besitzerin: Molly Duda

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 27 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
20 Sekunden ≙ 8 Punkte

Veränderung im Ranking:
10 Plätze nach unten


B.GRIMM CAROUZO BOIS MAROTIN und Korntawat Samran (THA - 19. mit 35,40 Punkten)

*2012, SF-Wallach von KANNAN aus der ORCHIDEE DE MAI von FLIPPER D'ELLE x MUGUET DU MANOIR

Züchterin: Ophelie Mouflet, FRA-Lassigny
Besitzer: Celine Fronteau, Nunthinee Tanner und Harald Link

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 34,20 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
3 Sekunden ≙ 1,20 Punkte

Veränderung im Ranking:
33 Plätze nach oben

CASPIAN 15 und Louise Romeike (SWE - 26. mit 38,10 Punkten)

*2014, ZfdP-Wallach von L.B. CRUMBLE aus der O-HERALDIKA von HERALDIK xx x LANTAAN

Züchter: Hans Dieter Beil, Jahrsdorf
Besitzer: Madeleine Brugmann, Hinrich Romeike und Louise Romeike

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 35,30 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
7 Sekunden ≙ 2,80 Punkte

Veränderung im Ranking:
34 Plätze nach oben

QUELLE BONNE und Axel Lindberg (FIN - 27. mit 39,80 Punkten)

*2015, Hannoveraner-Stute von QUALITO I aus der DORENTANA von DIARADO x WERTHER

Züchter: Jürgen Uhlenwinkel
Besitzer: Maria Lucander-Aminoff und Cajus Aminoff

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 39 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
2 Sekunden ≙ 0,80 Punkte

Veränderung im Ranking:
48 Plätze nach oben


FALCO und Tim Price (NZL - 31. mit 42,10 Punkten)

*2009, Hannoveraner-Wallach von CARDENIO aus der WITTA von WEINBERG x PILOT

Züchter: Norbert Nowak, Haren
Besitzer: Sue Benson und Tim Price

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 33,70 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
21 Sekunden ≙ 8,40 Punkte

Veränderung im Ranking:
18 Plätze nach oben

DENIM und Phillip Dutton (USA - 33. mit 45 Punkten)

*2015, Holsteiner Wallach von DINKEN aus der CELIA II von IBISCO xx x CARPACCIO

Züchter: Martin Bachmann
Besitzer: Ann Jones, Ann Lapides, Caroline Moran und Neill Sites

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 32,60 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
31 Sekunden ≙ 12,40 Punkte

Veränderung im Ranking:
5 Plätze nach oben

DUKE OF CHAMPIONS und Giovanni Ugolotti (ITA - 41. mit 53,10 Punkten)

*2011, Oldenburger Wallach von DUKE OF HEARTS xx aus der NEBRASKA von NOBLE CHAMPION x LAURISTON

Züchter: Friedrich Emanuell Focken
Besitzer: Joyce Snook. Philip Hunt und Jo Preston-Hunt

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 36,30 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
42 Sekunden ≙ 16,80 Punkte

Veränderung im Ranking:
23 Plätze nach oben


SENOR CROCODILLO und Jonelle Price (NZL - 46. mit 57,60 Punkten)

*2014, Holsteiner Wallach von CONNOR aus der MARNI von EXORBITANT xx x RONALD

Züchterin: Anke Siewertsen, Utersum
Besitzer: Alexander & Joseph Giannamore und Jonelle Price

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 27,20 Punkte
Hindernisse: 20 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
26 Sekunden ≙ 10,40 Punkte

Veränderung im Ranking:
37 Plätze nach unten

CLOVER 15 und Balázs Kaizinger (HUN - 53. mit 71,30 Punkten)

*2013, OS-Wallach von CARRICO aus der LARA von LANDCAPITOL x LESOTHO

Züchter: Klaus Bockmeyer, Lingen
Besitzer: Magyar Lovasport Szövetség

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 35,30 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
90 Sekunden ≙ 36 Punkte

Veränderung im Ranking:
7 Plätze nach oben

HIPPO'S SAPPORO TSF und Chrisotpher Forsberg (SWE - 60. mit 86,20 Punkten)

*2008, Trakehner Wallach von PERECHLEST aus der SERBIJA von BLESK x SARGAN xx

Züchter: Gestüt Hellerholz
Besitzer: Vilma Essmann und Forsbergeventing AB

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 32,60 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
134 Sekunden ≙ 53,60 Punkte

Veränderung im Ranking:
22 Plätze nach unten


CHEVALIER 97 und Daniel Dunst (AUT - 64. mit 131,70 Punkten)

*2010, Westfalen-Wallach von CÜRTEN aus der LAOLA von LANCER III x FRANCISCO I

Züchter: Karl-Heinz Brinker, Neuenkirchen
Besitzerin: O. St. Auto-Pichler AuH Gmbh

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 33,30 Punkte
Hindernisse: 40 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit:
146 Sekunden ≙ 58,40 Punkte

Veränderung im Ranking:
19 Plätze nach unten

Der Gelände-Gestalter:

Giuseppe della Chiesa



Insgesamt wurden den Zuschauern 53 Runden ohne Hindernisfehler geboten. Zwei Pferde wurden vor dem Cross zurückgezogen, zwei weitere im Verlauf der Prüfung. Ausgeschieden sind 17 Paare, von den zwei von der Ground Jury aus dem Wettbewerb genommen wurden. Acht Reiter kamen vorzeitig aus ihrem Sattel, zwei Pferde stürzten, zwei Reiter kamen vom richtigen Weg ab, einmal gab es drei Stopps.
Mittlerweile ist auch der zweite Vet-Check vorüber. Drei Pferde, darunter UELZENER#S NICKEL gingen dem Umweg über die Holding-Box, sechs Pferde wurden nicht vorgestellt. Auf der Sping-Starterliste stehen damit 65 Paare.

Die Rückzüge haben auch ihren Einfluss auf die Team-Wertung: Die Briten führen nach wie vor mit drei möglichen Abwürfen vor der deutschen Mannschaft. Auf dem dritten Platz liegen die Schweizer, deren Rückstand auf die Adlerträger mehr als vier Springfehler beträgt. Selber haben sie aber weniger als einen Abwurf Vorsprung vor den Iren, die wiederrum weniger als einen vor den US-Amerikanern liegen.


Zum Abschluss noch zwei Stimmen aus dem deutschen Lager

Dibo: „Wir als Trainer sind sehr, sehr stolz auf die Reiter. Sie haben alle zugehört, alle ihre Rolle ausgefüllt und wirklich das Beste rausgeholt. Sie haben immer die Linien präsentiert, die wir besprochen haben. Ich liebe es, wenn Pläne aufgehen.“

Freude auch bei der deutschen Equipechefin Dr. Annette Wyrwoll: „Fantastisch! Alle fünf deutschen Reiter gut im Ziel, das ist eine großartige Leistung.“

Alle Listen aus Aachen hat die Rechenstelle:

https://rechenstelle.de/de/veranstaltungen/2026/aachen/



14.08.2026 - KK


Führung für NICKEL, CHIPMUNK 3., D’ACCORD 19. und das D-Team auf Silberkurs

Mit einer der ganz wenigen fehlerfreien Runden auf dem Top-Niveau haben sich UELZENER'S NICKEL und Julia Krajewski an die Spitze der Vielseitigkeitsreiter bei ihrer Weltmeisterschaft in Aachen gesetzt. Vom dritten Platz aus gegen FISCHERCHIPMUNK FRH und Michael Jung in das Soerser Gelände, D'ACCORD FRH und Christoph Wahler vom 19.Platz aus. Zwischen das deutsche Top-Duo schoben sich LONDON 52 und Laura Collett. CARLITOS QUIDDITCH K und Malin Hansen-Hotopp rutschten mit dem 11. Platz nur ganz knapp aus den Top-10 heraus, CARAMIA FRH und Libussa Lübbeke werden aktuell auf Rang 28 geführt.

Die deutsche Mannschaft belegt nach der Dressur den 2. Rang, Großbritannien ist nun alleiniger Spitzenreiter, die Franzosen verbessern sich auf den 3. Rang, ihnen folgen die Reiterinnen und Reiter aus Neuseeland und der Schweiz.

Das war sie nun also, die WM-Dressur 2026. Wieder ein heißer Tag in der Soers, Spannung, teilweise Hochspannung bis zum vorletzten Starterpaar. Die Big-Four (Equiratings vom 4. Juni) stehen nach dem Abschluss der ersten Disziplin in der Rangierung nun wirklich direkt hintereinander aufgereiht, aber von ganze vorne grüßen:


UELZENER'S NICKEL und Julia Krajewski (1. mit 22 Punkten)

„Im Vorfeld gab es ja Bedenken, da konnte man NICKEL und ein Grasviereck in der Dressur nicht richtig miteinander in Verbindung bringen, aber ich hatte auf jeden Fall Spaß. Ich habe immer die Richter angelächelt, um da vielleicht noch ein halbe Note mehr heraus zu kitzeln.  Er hat sich sehr, sehr gut reiten lassen, er war super konzentriert und ich glaube, wir hatten keine Fehler, jedenfalls nicht so dass ich es hätte fühlen können. Ja, so macht Dressurreiten Spaß. In dem Wissen von jetzt, dass er so gelassen ist, hätte ich vielleicht auch noch mehr Risiko gehen können - aber gut, nachher ist man immer schlauer und es war heute schon sehr nah am Optimum. Die steilen Seitengänge sind nicht seine Lieblingslektionen. Er weiß jetzt auch schon, wann sie kommen und reite ich sie [im Training] immer mal softer, damit er nicht sagt ‚ach, dat schon wieder‘. Er war durchlässig, gelassen, total konzentriert, der Schritt war gut. Es war so, dass ich zwischendurch Zeit hatte, zu atmen und mich zu freuen, dass man hier in einem so schönen WM-Stadion ist und das, obwohl die Aufgabe ja sehr kurz und sehr intensiv ist. Das war definitiv unsere besten Dressur in diesem Jahr, wohl auch seine beste Dressur überhaupt, weil er durchlässig, gelassen und trotzdem ausdrucksstark war. Ich hatte gestern und vorgestern schon ein gutes Gefühl und hab mir gedacht, es könnte jetzt auch losgehen, wir sind soweit - und wenn man das dann so ins Viereck bringt und die Richter das dann auch gut finden, das ist natürlich einfach cool.“


Julia zu ihrer Bewertung im Vergleich zu den Reiterkollegen

„Weniger Punkte ist immer besser, aber die Woche wird noch lang.“


Mit den Augen von Anne-Kathrin Pohlmeier:

„Julia hat einfach abgeliefert mit sehr korrektem Reiten. NICKEL ging die komplette Prüfung durchlässig in einer tollen Anlehnung. Er hat sich regelrecht wohl gefühlt in der Atmosphäre und wollte immer alles richtig machen. Ich hatte dabei eine Gänsehaut.“

Beim Blick in den Notenbogen fällt direkt die Fehlerfreiheit auf dem sehr hohen Niveau ins Auge. Vereinzelt mal eine 7, Anne-Mette Binder (Richterin bei C) hat die Galopptraversale nach rechts mit 6,5 bewertet, ihr Kollegin Joanne Jarden (B) gab 8 Punkte, Peter Gray (H) meinte es wäre eine 7 wert. Alles andere war darüber, teilweise gar deutlich höher. Einig war sich das Richtertrio als Ganzes mit der doppelt bewerteten Schlussbenotung für die Harmonie zwischen Reiter und Pferd. Die Top-3 Paare erhielten unisono 9 - 8,5 - 8,5 Punkte, einzig die Verteilung war unterschiedlich.

Nach Baborowko 2025 (20,40 Punkte) war es für NICKEL und Julia die beste 4*-Dressurbewertung ever, nochmal um einen Zehntelpunkt besser als in Avenches Mitte Juli und um mehr als fünf Punkte niedriger als beim Saisonauftakt in Montelibretti.


FISCHERCHIPMUNK FRH und Michael Jung (3. mit 23 Punkten)

„Da war heute schon der eine oder andere Patzer drin. Es ist schwer, hier auf dem Grasboden Punkte zu kriegen. Trotzdem bin ich super happy über, FISCHERCHIPMUNK ist ein fantastisches Pferd, er hat sich toll reiten lassen, hat Höhepunkte gehabt. Es war alles nicht so rund, wie ich es mir vorgestellt habe. So einen versprungenen Wechsel hatten wir noch nie, zumindest die letzten Jahre nicht, aber es kommt immer wieder etwas Neues dazu und so bleibt der Sport natürlich interessant. Ich wollte den Wechsel schön groß reiten, so ein bisschen positiv nach vorne, dann hat uns aber die Spannung gefehlt. Vielleicht war es etwas zu viel Risiko. Es ist eine gute Basis und wenn das heute unsere letzten Fehler waren, dann sieht es am Ende ganz gut aus.“


Mit den Augen von Anne-Kathrin Pohlmeier:

Michi hat mit viel Risiko angefangen. Wir wussten, wir müssen für jeden Punkt alles geben. FISCHERCHIPMUNK war total konzentriert und es war eine super harmonische Runde. Meiner Meinung nach ist FISCHERCHIPMUNK die beste Werbung für den Vielseitigkeitssport, die es gibt. Ein Pferd mit 18 Jahren so fit und frisch zu sehen, ist eine Bestätigung für den Reiter, alles richtig zu machen - da darf er auch mal etwas fröhlich in einem Wechsel sein. Auf jeden Fall freut er sich auf morgen.

Der Blick in den Notenbogen fühlt sich an wie Klagen auf einem absolut Top-Niveau. Den dritten Galoppwechsel (5 - 6 - 5) hatte Michael bereits selber angesprochen. Anne-Mette Binder hatte für den Mittelschritt ‚nur‘ 6,5 Punkte übrig, ansonsten ähnlich wie bei NICKEL wenige Mal eine 7, alles andere darüber. Um den Wechselfehler eventuell ausgleichen zu können, fehlte mal zwischendurch die eine oder andere 9, die gab’s erst ganz zum Schluss ein einiges Mal für die Harmonie zwischen Reiter und Pferd.


D'ACCORD FRH und Christoph Wahler (19. mit 29,40 Punkten)

„D'ACCORD war super brav, war total bei mir und hat die ganze Zeit darauf gewartet, was als nächstes kommt. Er war bei der Atmosphäre wirklich entspannt, die übrigens gewaltig Spaß macht und wenn er dann so bei mir bleibt und so entspannt ist, dann zeugt das davon, dass wir irgendwie eine ganz gute Verbindung zueinander haben. Ich kann mich sehr auf ihn verlassen und D’ACCORD ist eher ein gelassener Kamerad.“


Mit den Augen von Anne-Kathrin Pohlmeier:

Christoph hat alles so geritten, wie wir es besprochen haben und D’ACCORD hat sich, wie erwartet, nicht beeindrucken lassen. Christoph ist einfach ein sehr starker Prüfungsreiter und hat das hier beeindruckend unter Druck bewiesen. Mich freut es immer sehr, wenn ein Pferd sich so losgelassen in einer Prüfung zeigt, wie wir es hier bei den beiden sehen durften.

Die meisten Punkte (8 - 8,5 - 7) hat das Paar vom Klosterhof Medingen in der Galoppverstärkung eingesammelt, die Galoppwechsel waren insgesamt bei über 70%. Abstriche mussten sie in den Seitengängen und im Schritt wegstecken.


UELZENER'S NICKEL und Julia Krajewski (1. mit 22 Punkten)

*2014, Holsteiner Wallach von NUMERO UNO aus der ORCHIDEE V von LORENTIN I x CALETTO III

Züchter: Hindrick Stüvel, Rosengarten
Besitzer: Prof. Dr. Bernd Heicke
Pflegerin: Charlotte Wieland

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 76,67%  -  H: 77,92%  -  B: 79,38%

FISCHERCHIPMUNK FRH und Michael Jung (3. mit 23 Punkten)

*2008, Hannoveraner-Wallach von CONTENDRO I aus der HAVANNA von HERALDIK xx x RAMIRO Z

Züchter: Sabine und Dr. Hilmer Meyer-Kulenkampff, Engeln
Besitzer: Sabine & Klaus Fischer, Joachim Jung und das DOKR
Pflegerin: Christina Franzeski

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 75,21%  -  H: 78,75%  -  B: 77,08%


D'ACCORD FRH und Christoph Wahler (19. mit 29,40 Punkten)

*2012, Hannoveraner-Wallach von DIARADO aus der ANETTE von AARKING xx x WALHALL

Züchterin: Christa von Paepke, Lehmkuhlen
Besitzer: Hendrik von Paepke & Stefan Haupt
Pflegerin: Magdalena Lidenholm

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 71,46%  -  H: 70,83%  -  B: 69,58%

Kurz zurück zu den Big-Fou

LONDON 52 / Laura Collett (GBR - 2. mit 22,80 Punkten) kamen ebenfalls fehlerfrei durch die 22 Lektionen und erhielten eine hervorragende Schlussbenotung, gefühlt fehlte aber der Schmelz, der Glanz der letzten Jahre. Die insgesamt fünffachen Badminton- und Burghley-Sieger LORDSHIPS GRAFFALO / Ros Canter (GBR - 4. mit 23,40 Punkten) sahen lange wie die Aachen-Dressursieger aus, ehe die misslungene Diagonale mit den beiden fliegenden Wechseln alle Träume platzen ließ.


LONDON 52 und Laura Collett (GBR - 2. mit 22,80 Punkten)

*2009, Holsteiner Wallach von LANDOS  aus der VERNANTE von QUINAR x CASSINI I

Züchter: Ocke Riewerts, Alkersum
Besitzer: Karen Bartlett, Keith Scott und Laura Collett

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 75,42%  -  H: 78,75%  -  B: 77,5%


LORDSHIPS GRAFFALO und Ros Canter (GBR - 4. mit 23,40 Punkten)

*2012, SHBGB-Wallach von BIRKHOF'S GRAFENSTOLZ TSF aus der CORNISH QUEEN von ROCK KING x BEN FAERIE xx

Züchter: Lordship Stud & Pennie Wallace, Grossbritannien
Besitzer: Michele & Archie Saul

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 76,04%  -  H: 75,83%  -  B: 77,92%

DIABOLO MENTHE und Nicolas Touzaint (FRA - 6. mit 26,70 Punkten)

*2013, SF-Wallach von SCAREFACE DE MARS aus der CORI VAN DE HELLE von CAESAR VAN DE HELLE x PAVAROTTI VAN DE HELLE

Züchterin: Laetitia de Moustier
Besitzer: Francoise Niclaus und SC Mezard Sports

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 69,38%  -  H: 74,79%  -  B: 75,63%


VASSILY DE LASSOS  und Andrew Hoy (AUS - 7. mit 26,90 Punkten)

*2009, Anglo-Araber Wallach von JAGUAR MAIL aus der ILLUSION PERDUE X von JALIENNY AA x VULCAIN X

Züchter: Sonia Eyraud, Jean-Louis Beth und Jérôme Berges, FRA-Condom
Besitzer: Linda & Pat Harris und Andrew Hoy

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 70,83%  -  H: 74,58%  -  B: 73,75%

LILLET 3 und Tamra Smith (USA - 8. mit 27 Punkten)

*2016, Holsteiner Stute von LIVELLO aus der PRINCESS L von CALIDO I x ZAREWITSCH xx

Züchterin: Morena Petersen, Ahrenviöl
Besitzerin: Molly Duda

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 72,29%  -  H: 73,13%  -  B: 73,54%

FRIEDA und Felix Vogg (SUI - 16. mit 29,30 Punkten)

*2013, Holsteiner Stute von CASALITO aus der PRINCESS VII von HERALDIK xx x ACORD II

Züchter: Jörg Harder, Wewelsfleth
Besitzer: Phoenix Eventing und Felix Vogg

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 67,92%  -  H: 71,67%  -  B: 72,50%


Um 9:15 Uhr wird der Countdown für CHEVALIER / Daniel Dunst (AUT) herunter gezählt sein und es geht auf die 5.700 Meter lange Cross-Strecke, die Giuseppe Della Chiesa mit 28 Hindernissen gespickt hat. Ob der vielen Alternativen sind zur besseren Orientierung für Reiter und Zuschauer die Sprünge auf dem direkten Weg mit grünen, die auf den Alternativrouten mit roten Nummern gekennzeichnet. Wer am Samstagabend im Ranking weiterhin mit seinem Dressurresultat geführt werden möchte, ist aufgefordert, spätestens nach 9:50 Minuten fehlerfrei im Ziel zu sein.


Die Stimmen zum Gelände

Julia: „NICKEL war ja schon mal ganz gut hier in Aachen, er scheint sich insgesamt sehr wohl zu fühlen. NICKEL hat so Turniere, die mag er, dazu gehört auch Luhmühlen, da ist er immer gelassen und dann gibt es Turniere, da ist er immer etwas angespannt. Hier ist er bislang sehr fokussiert und ich hoffe, das bleibt so. Ich finde den Kurs anspruchsvoll, aber er ist sehr fair gebaut. Es gibt viele Optionen, da ist es schon besser, man hat ein Studium, um das alles ordentlich verarbeiten zu können. Er hat absolut seinen Anspruch, aber es ist ein guter Kurs und da wird genug passieren. Die Zeit ist auch nicht zu leicht, aber es wird genügend geben, die das gut absolvieren - und ich hoffe, wir gehören auch dazu.“

Malin: „Das ist ein richtig reeller Weltmeisterschaftskurs. Man muss sehr auf Zug sein, weil es so viele verschiedene Optionen gibt. Das wird auf jeden Fall tough. Der Boden ist gut, die Gestaltung des Kurses gefällt mir. Die geraden Linien waren sehr schnell klar, alles andere muss man wirklich auswendig lernen.“


Hier geht’s los, der erste Sprung des Weltmeisterschaftsgeländes

Ende Juli noch Teilnehmer der U25-WM in Millstreet, trägt er hier in Aachen die Mitverantwortung für einen gelungenen XC-Tag: Konstantin Harting

Nur noch wenige Meter bis zum Ziel, das letzte Hindernis für Pferde und Reiter am Samstag


Christoph: „Das ist schon richtig anspruchsvoll. Wenn man das alles direkt reitet, kompetitiv und schnell sein will, dann ist es ein Fünf-Sterne-Kurs. Wenn man auf ‚Nummer sicher‘ gehen will und nimmt zwei, drei, vier längere Wege dann wird man relativ lange brauchen, aber dann hat man einen sehr fairen Vier-Sterne-Kurs. Es ist genau das, was wir für eine WM erwartet und erhofft haben. Der Kurs verlangt wahnsinnig viel Konzentration von den Reitern und natürlich auch von den Pferden. Dieses Mal ist die Denksportaufgabe für uns relativ groß, jeden langen Weg zu kennen und diese wahnsinnig vielen alternativen Routen genau zu studieren. Es ist ein intensiver und kein reiner dicker Galoppierkurs und das wird das Ganze schon spannend machen. Wenn er gut ist, kann er alle Kurse schnell und null gehen und wenn wir nicht gut drauf sind, liegt uns auch ein dicker Galoppierkurs nicht.“

Michael: „Es ist ein sehr guter Kurs. Er ist natürlich etwas kringelig, vor allem zum Ende muss man super konzentriert bleiben. Ich glaube, der Kurs liegt uns, mal abwarten, wie die Zeit zu galoppieren ist. Er hat viel Erfahrung, ist eigentlich jeden Sprung schon mal gesprungen, da gibt es nichts, was er nicht kennt. Trotzdem muss man sich die Kraft und die Kondition gut einteilen, muss von Anfang bis Ende konzentriert sein - und das sind die Hauptaufgaben für morgen. Die Bedingungen sind super und wenn morgen noch ein paar Wolken kommen und es ein klein bisschen abkühlt, dann wird es noch etwas angenehmer.“

Andreas Dibowski: „Der Kurs hat einen sehr schönen Anfang, es geht leicht bergauf und bei den ersten  vier Sprüngen kommen auch die sehr motivierten Pferde gut in den Rhythmus. Die Reiter müssen dort nicht viel Aufwand betreiben, um die Pferde vorzubereiten. Ab fünf wird es schon anspruchsvoll und dann kommt ein Komplex nach dem anderen. Es wird sehr intensiv und es gibt wenig Galopp dazwischen. Und wenn mal Galopp ist, kann man nicht erwarten, dass die Pferde den Schalter umlegen und dann groß galoppieren. Sie werden dann wahrscheinlich schnell galoppieren, aber nicht Raum gewinnend. Somit wird die Zeit am Samstag eines der Hauptkriterien sein. Auch überall direkt zu gehen, ist trotzdem mit sehr viel Vorbereitung verbunden, mit sehr großer Intensität. Man hat das Gefühl, auf diesem Kurs schnell zu reiten, aber man schafft keine Meter, weil sich die Pferde insgesamt so ein wenig verhalten. Wenn es um die Medaillenränge geht, ist die Zeit am Samstag mitentscheidend. Vom Aufbau hätte man aus dem Gelände nicht mehr ausschöpfen können, weil wir hier einfach den Platz nicht haben. Der eine oder andere Zirkel ist sicherlich drin, weil die Meter gemacht werden müssen. Das kennen wir aber aus Aachen, das ist jetzt nichts Neues für uns, nichts was überrascht. Ich glaube, dass wir die Reiter bestens vorbereitet haben. Alle haben Fünf-Sterne-Erfahrungen, alle wissen ihre Pferde gut einzuschätzen. Alle bekommen auch von uns den Hinweis, wirklich gut in die Pferde hinein zu horchen und auch die Intensität am Ende des Kurses immer im Kopf zu haben, um vielleicht unterwegs den einen oder anderen längeren Weg zu wählen. Wir haben für alle Reiter wirklich alle Optionen in Betracht gezogen und der ganze Kurs wird am Samstag sehr strategisch angegangen. Überall auf der Strecke verteilt haben wir Beobachter, die uns Informationen geben, wie es an den einzelnen Komplexen läuft.“

Die Startzeiten der Adlerträger:
CARAMIA FRH / Libussa Lübbeke - 9:51 Uhr
CARLITOS QUIDDITCH K / Malin Hansen-Hotopp - 11:27 Uhr
UELZENER'S NICKEL / Julia Krajewski - 13:39  Uhr
D'ACCORD FRH / Christoph Wahler - 14:23 Uhr
FISCHERCHIPMUNK FRH / Michael Jung - 15:19 Uhr

Vielleicht ist es ja ein gutes Omen für NICKEL und Julia: Die noch amtierenden Weltmeister BANZAI DU LOIR und Yasmin Ingham kamen vor vier Jahren in Pratoni del Vivaro mit exakt 22 Punkten aus dem Dressurviereck.


Alle Listen aus Aachen hat die Rechenstelle:

https://rechenstelle.de/de/veranstaltungen/2026/aachen/



13.08.2026 - KK

Malin Hansen-Hotopp und Libussa Lübbeke reiten in die Top-10 und sichern Team-D den dritten Platz

Einen Auftakt, der alle Tore weit offen lässt, erwischten die deutschen Vielseitigkeitsreiter heute in Aachen. Im Wettstreit um den globalen Titel belegen CARLITOS QUIDDITCH K und Malin Hansen-Hotopp den vierten Platz, CARAMIA FRH und Libussa Lübbeke beenden den ersten Dressurtag nach 43 von 87 Startern dem 10. Rang. Es führen JL DUBLIN / Tom McEwen (GBR) vor SENOR CROCODILLO / Jonelle Price (NZL) und JE'VALL / Alexis Goury (FRA).

Die deutsche Mannschaft belegt nach der Hälfte des Dressurteils den 3. Rang, Neuseeland und Großbritannien führen das Feld der 16 Teams gemeinsam an.

Ein sehr spannender und vor allem heißer Tag liegt hinter allen Beteiligten in Aachen. Auf einem mittlerweile im internationalen Sport sehr selten gewordenen Rasenplatz absolvierten 43 WM-Aspiranten ihre Dressuraufgabe. Nur knapp vier Minuten lang ist die überarbeitete Olympiaaufgabe, die im Januar veröffentlicht wurde und bei diesem Championat erstmals geritten wird. Los geht es im fliegenden Start: Einreiten im Galopp, Trab bei X und nix mit Gruß. Alles wird abgefragt, na klar, die Grundgangarten inklusive der Verstärkungen, die Seitengänge, Halten und Rückwärtsrichten - alles einmal, es gibt keine zweite Chance. Deutlich weniger als eine Minute Schritt, zwei Diagonalen im Mittelschritt bzw. starken Schritt und ein bisschen davor und danach. Die fliegenden Galoppwechsel sind vierfach vertreten, der erste unmittelbar vor der Galopptraversale nach links, zwei auf der Diagonalen in Richtung Ausgang, der letzte auf der Mittellinie wenige Augenblicke vor dem Halt zum Abschiedsgruß.


CARAMIA FRH / Libussa Lübbeke (10. mit 31,30 Punkten)

Donnerstagmorgen, kurz vor halb elf in Aachen, Fahrstadion in der Soers. Eine rechte überschaubare Schar Zuschauer hat auf den beiden Tribünen Platz genommen und sehen CARAMIA FRH und Libussa Lübbeke bei ihrem WM-Debüt im Schritt in die Arena kommend. „Ich bin noch nie ins Stadion getrabt oder galoppiert. Sie war früher sehr kribbelig und schnell auch mal ein bisschen drüber, so dass sie sich selber und auch den Reiter aus den Augen verloren hat. Da arbeiten wir jetzt seit zehn Jahren dran und es trägt langsam Früchte. Seit zwei, drei Jahren ist sie wirklich konstant und man kann sich darauf verlassen, dass sie bei einem bleibt.“

Ran ans Viereck, Linksgalopp. Der Ansager benötigt die ganze lange Seite, die Strecke vor den Richtern und noch einen ersten Teil der zweiten langen Seite, um vier Mal ‚Lübbeke‘ als Besitzer, Züchterin, Pflegerin und Reiterin entsprechend betont zu nennen. Applaus aus dem Publikum - und CARAMIA verzieht keine Mine, Libussa eh nicht. Die Glocke ertönt, die beiden Damen bei A öffnen das Viereck für den Auftritt des jungen deutschen Paares.

CARAMIA FRH und Libussa Lübbeke (10. mit 31,30 Punkten)

*2010, Hannoveraner-Stute von COMTE aus der FLORETTA von FABRIANO x LAURIES CRUSADOR xx

Züchterin: Annelie Lübbeke, Wingst
Besitzer: Annelie und Dr. Martin Lübbeke
Pflegerin: Annelie Lübbeke

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 67,29%  -  H: 68,54%  -  B: 70,42%

Einreiten im versammelten Galopp, bei X versammelter Trab - und gleich eine 8 (wie auch beim Schlussgruß) von Peter Gray (CAN - Richter bei H), der zusammen mit Anne-Mette Binder (DEN - C) und Joanne Jarden (IRL - B) für die Bewertung zuständig war. Die gesamte Vorstellung professionell, die Benotungen ganz überwiegend zwischen 6,50 und 7,50 Punkten, den ersten Galoppwechsel vor der Linkstraversale analysiert Libussa später bei ihrer eigenen Einschätzung. Sparsam war das Richtertrio mit 7 - 7 - 7,50 bei der Harmonie zwischen Reiter und Pferd. Am Ende knapp über 30 Punkte, etwas mehr als in den letzten 4*-Prüfungen, aber einen Punkt weniger als beim CHIO im letzten Jahr und ein insgesamt sehr gelungener Auftakt, auch für das deutsche Team.

„Mein Fazit, ich bin sehr zufrieden mit dem Pferd, es hat fast alles so geklappt, wie wir es uns vorgestellt haben. Der Fehler beim ersten Wechsel in Galopptour war echt schade. Ich hatte da eine frühere Reaktion von ihr erwartet und dann wurde es halt ein bisschen spät, ansonsten war ich sehr zufrieden. Die Trabtraversale fällt ihr einfach immer ein bisschen schwer und hier wurde sie noch ein bisschen steiler gefordert. Aber ich war mit dem Pferd wirklich zufrieden und es hat Spaß gemacht, hier zu reiten. Wenn man ins Stadion reinkommt, sind die Pferde schon ein bisschen mehr auf Spannung, aber ich habe das als positive Spannung gefühlt. Die Pferde wissen genau, worum es in dem Moment geht und was jetzt dran ist. Es macht Spaß, so etwas mit so einem erfahrenen Pferd zu genießen, auch die Dressur.“

Libussa mit den Augen von Anne-Kathrin Pohlmeier:

„CARAMIA hatte heute leider ein, zwei, drei kleine Fehler. Mit einem kurzen Moment Abstand muss man aber auch mal schauen, wo die beiden herkommen. In meinem ersten Jahr [als Disziplintrainerin Dressur der deutschen Vielseitigkeitsreiter] ging die Stute in Hartpury die Junge Reiter-Euro und wir haben uns damals sehr gefreut, dass sie mit 33 Punkten aus der Drei-Sterne-Prüfung herausgekommen sind. Jetzt sind wir hier in Aachen, mit einer sehr besonderen Kulisse, mit einer jungen Libussa, die ihr Pferd ganz alleine ausgebildet hat. Sie hat ihr die Wechsel beigebracht, was am Anfang wirklich nicht einfach war. Jetzt steht sie heute hier und reitet diese Olympische-Short-Aufgabe, ohne dass sie sie je auf einem Turnier vorher geritten hat, mit 31 Punkten. Diese Aufgabe ist sehr, sehr anspruchsvoll, es kommt alles unheimlich schnell, die Traversalen sind sehr steil. In dieser Hinsicht bin ich mega stolz und finde es unglaublich, was sie hier für einen Job gemacht hat und wie konzentriert sie von Lektion zu Lektion geritten ist. Dass das Halten dann hinten mal offen ist, ist schade, aber kann passieren. Dass sie in der Rechtstraversale nicht so steil traversierte, wie sie es draußen gemacht hat, lag wohl an der kleinen Spannung, die dann im Viereck doch aufgekommen ist. Und das mit dem Wechsel, wo sie etwas spät ausgelöst hat, das passiert manchmal. Das war alles überhaupt kein Weltuntergang, sondern ganz im Gegenteil hat Libussa ganz, ganz stark angefangen, es insgesamt prima gemacht und sie kann sehr stolz auf sich sein, eine so anspruchsvolle Aufgabe mit dem selbst ausgebildeten Pferd so gemeistert zu haben.“


Libussa & Familie

Mit dabei im ‚Team Lübbeke‘ ist auch Libussas Bruder Fritz Ludwig, der CARAMIA zunächst auf Turnieren vorgestellt hatte und erfolgreich an der Europameisterschaft der ländlichen Reiter in Westerstede 2019 teilgenommen hat. „Er ist unheimlich stolz, er ist immer wieder im Stall und schaut, wie die Lage ist und kümmert sich mit oder setzt sich einfach mal zu CARAMIA. Wenn man bei ihm die Herzfrequenz messen würde, ist die ganz schön hoch - höher als bei mir.“


Libussa & Druck

„Ich hatte das Glück, irgendwie von Pony-Euro an, gut damit umgehen zu können. Es gehört bestimmt ein bisschen Glück dazu, dass man das so verarbeiten kann. So wenige nervöse Emotionen ich zeige, zeige ich natürlich auch wenige, wenn ich mich freue. Irgendwie ist es meine Art, aber ich bin ganz froh. Im Leistungssport ist es einfach hilfreich, wenn man da so mit umgehen kann.“


Die ersten Tage in Aachen

„CARAMIA war sehr motiviert, am Dienstag, beim ersten Reiten, hat sie sogar ein bisschen viel Motivation an den Tag gelegt, was mir aber eine riesengroße Freude bereitet. Das ist ein richtig gutes Zeichen dafür, dass sie sich hier von Anfang an wohl gefühlt hat. Wir haben super Boxen und um den Stall herum ist es richtig ruhig, das ging alles reibungslos.“

Bereits als zweites Paar hatten ROCKET MAN / Clarke Johnstone (5. mit 28,70 Punkten) die erste U30-Dressur präsentiert und damit das Kiwi-Team in Führung gebracht. In der ersten Runde der Mannschaften blieb dieses Resultat unangetastet. FLASH COOLEY / Gemma Stevens (6. mit 29,30 Punkten) brachten das britische Team auf den zweiten Platz, GAUGIN DE LULLY / Robert Godel die Eidgenossen auf den dritten. Deutschland war in dem Moment auf 4.


CARLITOS QUIDDITCH K / Malin Hansen-Hotopp (4. mit 28,60 Punkten)

Kurz nach der Mittagspause dann der große Auftritt des großen Schimmels. Vor mittlerweile gut gefüllten Tribünen galoppierten CARLITOS QUIDDITCH K und Malin Hansen-Hotopp auf das Viereck. 8 - 7,50 - 8 für die Mittellinie, 8,50 - 7,50 - 8 für den starken Trab auf der Diagonalen. Nur ganz, ganz knapp unter 80% und auf der Anzeigetafel leuchtete hell der erste Platz im aktuellen Zwischenranking. Ein weiterer Höhepunkt  die 8 - 8 - 8 für die Linkstraversale. Der Halt vor dem Rückwärtsrichten etwas offen und mit 6 6,50 - 6,50 entsprechend quittiert. Teuer, sehr teuer war mit 3 - 4 - 4 das Angaloppieren im Anschluss an die Schritttour. Danach Zähne zeigen und direkt darauf wieder 7 - 8 - 7 für den starken Galopp. Eine kleine Unstimmigkeit folgte vor dem letzten Abbiegen auf die Mittelline, aber auch das extrem schnell korrigiert und auf der Schlusslinie noch einmal gute Punkte eingesammelt. Mit einem lauten und rhythmischen Applaus wurde das Team aus Meck-Pomm bis zum Ausritt verabschiedet.

CARLITOS QUIDDITCH K und Malin Hansen-Hotopp (4. mit 28,60 Punkten)

*2012, Holsteiner Wallach von QUIWI DREAM aus der AMSTERDAM von CASSINI I x ROMINO

Züchterin: Miriam Kühl, Brodersdorf
Besitzerin: Dr. Bodil Ipsen
Pflegerinnen: Dr. Bodil Ipsen und Gesche Beerbaum

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 70,21%  -  H: 71,67%  -  B: 72,29%

„Draußen war er eigentlich ganz ruhig, aber als er dann den Applaus hörte merkte ich schon, dass er an geht. Da hatten wir schon mit gerechnet, aber es war heute wie eine Reise auf einem Vulkan. Er ging wirklich toll, ich konnte ihn nach vorne oben halten und vorschieben. Die Trabtour war richtig toll, ich konnte überall noch ein bisschen nacharbeiten und vorwärts reiten - das war schon super. Das Angaloppieren ist bei ihm eigentlich super sicher, ich kann mich nicht erinnern, dass er einmal nicht richtig angaloppiert ist. Aber er war so unter Strom und fixiert auf andere Dinge und wir hatten da einfach ein Missverständnis. Beim starken Galopp habe ich dann gedacht, jetzt erst recht, auch wenn er heiß ist. In der letzten Wendung habe ich einmal ein bisschen doll gesessen und dann macht er es gerne, dass er mal die Hinterbeine in den Sand haut oder hier halt ins Gras. Das war schon ärgerlich, aber nichtsdestotrotz konnte ich den letzten Wechsel dann wieder nach vorne reiten. Mit allem anderen bin ich super zufrieden und total happy, dass wir das trotz der Spannung so hingekriegt haben.“

Malin mit den Augen von Anne-Kathrin Pohlmeier:

„Malin hat mit ganz, ganz viel Risiko überragend angefangen. Das Pferd war in einer total losgelassenen, schönen Aufrichtung und Anlehnung. Leider kam zum Ende der Schritttour zum Angaloppieren einmal Spannung auf. Malin hat sich davon nicht irritieren lassen, hat trotzdem im starken Galopp gleich wieder angegriffen. Die ganze Stellung und Biegung gefiel mir heute richtig gut und das dann zur letzten Mittellinie dazu gekommen ist, dass QUIDDITCH leicht ausgefallen ist, das passiert bei ihm mal. Das Malin dann aber auf dem kurzen Weg zum nächsten Wechsel so konzentriert war und ihn noch einmal schließen konnte, das war total überragend und sie kann richtig stolz auf sich sein. Sie muss es sogar, weil man diese Aufgabe sonst eben nicht reitet. Bei den anderen Aufgaben ist das anders, da lernst du von einer Aufgabe zur nächsten immer dazu und entwickelst dich immer weiter. Da machst du auf dem einen Turnier einen Fehler in der Aufgabe, du lernst dazu und machst ihn auf dem nächsten Turnier nicht mehr. Der Schimmel war schon auf dem Abreiteplatz sehr gut, man sah aber, dass er seine Öhrchen schon gespitzt hatte. Man konnte sehen, dass er richtig Bock hat und das kann ihnen am Samstag zum Vorteil werden, wenn er richtig fit und frisch ins Gelände geht.“


Malin & die Erwartung

„Ich hatte schon so mit einer 25er oder 26er Dressur gerechnet, das war so mein Ziel. Er ist dieses Jahr sensationell Dressur gegangen, war eigentlich immer vorne dabei. Aber ich bin stolz, mit den Fehlern unter 30 zu sein.“


Malin & der Spannungsabbau

„Ich rede schon die ganze Zeit mit ihm, ich kenne ihn ja in- und auswendig. Dieses richtig nach vorne reiten habe ich ja draußen auch ein paar Mal gemacht und das tat ihm richtig gut.“


Malin & der Boden

„Das war für uns überhaupt kein Problem, weil wir auch zuhause ganz viel auf Gras reiten. Ein großes Lob an den Veranstalter, der Boden ist wirklich ganz, ganz toll, wirklich sensationell. So einen guten Grasboden gibt es vielleicht sonst nur in England, und dann auch nur, wenn es passend geregnet hat. Ich war am Mittwochmorgen schon ganz früh hier und es hat sich angefühlt wie auf Wolken.


Zu Beginn der zweiten Runde der Mannschaftsreiter hatten SENOR CROCODILLO / Jonelle Price die Führung übernommen und die Spitzenposition des Teams aus Neuseeland zementiert, ehe sich als einer der Mit-Favoriten Tom McEwen im Sattel von JL DUBLIN (GBR - 1. mit 26,60 Punkten) -vielleicht schon erwartungsgemäß- an die Spitze setzte. Mit dieser Leistung schloss das Team mit dem Union Jack auf der Schabracke zu den Neuseeländern auf, Deutschland übernachtet auf dem dritten Rang vor den Schweizern und den Franzosen.

JL DUBLIN und Tom McEwen (GBR - 1. mit 26,60 Punkten)

*2011, Holsteiner Wallach von DIARADO aus der ZARINNA von CANTO x LOMBARD

Züchter: Volker Göttsche-Götze, Groß Buchwald
Besitzer: Deidre Johnston, Jo Lambert und James Lambert OBE

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 72,71%  -  H: 74,58%  -  B: 72,92%

SENOR CROCODILLO und Jonelle Price (NZL - 2. mit 27,20 Punkten)

*2014, Holsteiner Wallach von CONNOR aus der MARNI von EXORBITANT xx x RONALD

Züchterin: Anke Siewertsen, Utersum
Besitzer: Alexander & Joseph Giannamore und Jonelle Price

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 70,00%  -  H: 75,83%  -  B: 72,71%

JE'VALL und Alexis Goury (FRA - 3. mit 28,50 Punkten)

*2014, KWPN-Hengst von ZAVALL VDL aus der WEMILLEM von CORRADO I x LE TOT DE SEMILLY

Züchter: C.J.M. van Engele
Besitzer: Michel Mitiusm und Estelle, Yannick & Alexis Goury

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 70,63%  -  H: 73,96%  -  B: 70%
© FEI/Leanjo de Koster


ROCKET MAN und Clarke Johnstone (NZL - 5. mit 28,70 Punkten)

*2015, Hannoveraner-Wallach von DIACONTINUS aus der FOR YOU von FOR PLEASURE x CALYPSO II

Züchterin: Nicole Nehm, Bergen
Besitzer: Rob & Jean Johnstone

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 68,13%  -  H: 72,5%  -  B: 73,33%

FLASH COOLEY und Gemma Stevens (GBR - 6. mit 29,30 Punkten)

*2012, ISH-Wallach von CSF MR KROON aus der CASTLEFIELD RUBY von OBOS QUALITY x POLITICAL MERGER xx

Züchter: Jim O'Neill
Besitzerin: Pru Dawes

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 70,42%  -  H: 71,25%  -  B: 70,42%

LUCAS STONE und Samantha Lissington (NZL - 7. mit 29,70 Punkten)

*2016, FWB-Wallach von CONCRETO aus der ZINNIA von ROBIN Z x POLONEZ xx

Züchterin: Kaisa Kiviniitty
Besitzer: Fiona Edwards, Claire & Andrew Dubowski, Neil Robertson, David Taylor, Brayden & Samantha Lissington

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 70,42%  -  H: 69,38%  -  B: 71,04%


DENIM und Phillip Dutton (USA - 15. mit 32,60 Punkten)

*2015, Holsteiner Wallach von DINKEN aus der CELIA II von IBISCO xx x CARPACCIO

Züchter: Martin Bachmann
Besitzer: Ann Jones, Ann Lapides, Caroline Moran und Neill Sites

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 67,50%  -  H: 67,08%  -  B: 67,71%

HIPPO'S SAPPORO TSF und Chrisotpher Forsberg (SWE - 15. mit 32,60 Punkten)

*2008, Trakehner Wallach von PERECHLEST aus der SERBIJA von BLESK x SARGAN xx

Züchter: Gestüt Hellerholz
Besitzer: Vilma Essmann und Forsbergeventing AB

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 66,25%  -  H: 68,13%  -  B: 67,92%

CROSSBORDER RADAR LOVE und Sterre van Houte (NED - 17. mit 32,90 Punkten)

*2013, Holsteiner Wallach von DIARADO aus der RAFFAELA von CLAUDIO'S SON x LANDMEISTER

Züchter: Hindrick Stüvel, Rosengarten
Besitzerin: Jeanine Steentjes

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 66,04%  -  H: 67,92%  -  B: 67,29%


BRONCO NRW mit Arne Bergendahl, der die Einladung angenommen hat, die Weltmeisterschaft der Vielseitigkeitsreiter auf dem Dressurviereck zu eröffnen

*2016, Westfalen-Wallach von BLOCKBUSTER I aus der LUTHIEN NRW von LA CALIDO x TEMPLER GL xx

Züchter: Helmut Bergendahl, Hamminkeln
Besitzerin und Pflegerin: Dr. Susanne Dörner

Gut zufrieden zeigte sich Arne Bergendahl beim eher zufälligen gemeinsamen Mittagstisch: „Als das Team für Aachen stand, bin ich von unseren Trainern gefragt worden, ob ich in Aachen mit BRONCO den Vorreiter machen würde. Da musste ich gar nicht lange überlegen. Eine bessere Vorbereitung für das, was da in Zukunft für uns noch kommen kann, kann es überhaupt nicht geben. Das ist Training unter Wettkampfbedingungen. Wir sind gestern schon hier angekommen und es hat sich angefühlt wie eine echte Aufgabe, es gab sogar reale Bewertungen der Richter. Und dann als erster diese WM auf dem heiligen Rasen von Aachen zu reiten, das hatte schon was.“


Der letzte gesehene Vielseitigkeitsreiter war am Abend Fouaad Mirza, der am Rand des Vorbereitungsplatzes unmittelbar vor dem Hauptstadium den letzten Dressurspezialisten bei seinem Training beobachtete. Ein kurzer Austausch, er möchte seine Dressur mit MOKATOO bei etwa 32 Punkten beenden.

Zu allerletzt war da am Kreisel noch die  Gruppe Australier, die auf ihr Shuttle wartete. Auch hier ein kurzer Austausch, wie geht es, was war, was steht an für die Zukunft, etwas Verwunderung auf beiden Seiten ob der Äußerungen. Freundlich verabschiedet und weiter zum Fahrrad. Schon fast drauf - au weia, dass war eine klassische Verwechslung; noch einmal zurück ‚Sorry, you are Shane‘ [Rose] und nicht, wie im ersten Moment gedacht, Clayton Fredericks  - die Lacher waren auf der Seite des Schreibers. Und damit jetzt aber wirklich alle Augen auf den zweiten Dressurtag gerichtet.


Alle Listen aus Aachen hat die Rechenstelle:

https://rechenstelle.de/de/veranstaltungen/2026/aachen/



12.08.2026 - KK

Alles gut im deutschen Lager / 88 Pferde sind bei der Vielseitigkeits-WM dabei

Alle 88 präsentierten Pferde haben den ersten Vet-Check in Aachen unter den Augen von rund 250 Hardcore-Fans gemeistert und stehen nun auf der Starterliste für die Dressur, die morgen und Freitag jeweils 9:30 Uhr im Fahrstadion beginnt. Wie in Badminton und Burghley wird sie in diesem Jahr auch in Aachen auf Gras geritten.

Die deutschen Verantwortlichen um Bundestrainer Rodolphe Scherer und Dr. Annette Wyrwoll (Vorsitzende des Vielseitigkeitsausschusses) haben sich für das Team mit

CARAMIA FRH und Libussa Lübbeke
CARLITOS QUIDDITCH K und Malin Hansen-Hotopp
FISCHERCHIPMUNK FRH und Michael Jung
UELZENER'S NICKEL und Julia Krajewski

entschieden.

Christoph Wahler wird mit D'ACCORD FRH als Einzelreiter an den Start gehen.

Dr. Annette Wyrwoll erläuterte als Equipechefin die Entscheidung: „D'ACCORD hat in diesem Jahr erst zwei Prüfungen absolviert und die letzten Starts in 2025 sind unglücklich verlaufen. CARAMIA und Libussa haben auf der Europameisterschaft in Blenheim einen tollen Job gemacht. Die Entscheidung für diese Berufung ist bei uns im Kreis einstimmig getroffen worden.“

Die deutsche Abordnung in Aachen (von links nach rechts):
Christoph Wahler - Malin Hansen-Hotopp - Julia Krajewski
Dr. Annette Wyrwoll - Libussa Lübbeke - Michael Jung - Rodolphe Scherer
sitzend: Anne-Kathrin Pohlmeyer - Andreas Dibowski



Philip Dutton hatte im Vorfeld einen Pferdetausch vorgenommen: Statt wie geplant mit POSSANTE ist er nun mit DENIM am Start. Aus der Entry-Liste fehlen EL MUNDO / Michael Winter und CARAT DE BREMOY / Manuel Grave.


Zwei kleine Upps-Momente gab’s im deutschen Lager. Zunächst erschrak sich UELZENER'S NICKEL ob des Zuschauerapplauses nach dem positiven Richterurteil, rutschte aus und landete längs auf dem dichten Rasengrün.

CARAMIA FRH wurde nach der ersten Präsentation in die Holdingbox beordert. Libussa: „Das kam sehr unerwartet für mich, aber das Pferd ist zweifelsohne gesund, sonst hätten wir es nicht vorgestellt. Sie trabte wie immer, vielleicht auf dem Rückweg etwas schnell. Ich weiß nicht, was die Richter da gesehen haben, ich hatte ein super Gefühl. Sie war beim Reiten fit, sie war in der Holdingbox fit, da kamen keine Zweifel auf. Aber man muss alles Mal erlebt haben und bei mir ist es die erste Holdingbox  - und das auf der WM.“


CARAMIA FRH (Züchterin: Annelie Lübbeke, Wingst, Besitzer: Annelie und Dr. Martin Lübbeke)
und Libussa Lübbeke


Pflegerin: Annelie Lübbeke

CARLITOS QUIDDITCH K (Züchterin: Miriam Kühl, Brodersdorf, Besitzerin: Dr. Bodil Ipsen)
und Malin Hansen-Hotopp

Pflegerinnen: Dr. Bodil Ipsen und Gesche Beerbaum



D'ACCORD FRH (Züchterin: Christa von Paepke, Lehmkuhlen, Besitzer: Hendrik von Paepke & Stefan Haupt)
und Christoph Wahler

Pflegerin: Magdalena Lidenholm

FISCHERCHIPMUNK FRH (Züchter: Sabine und Dr. Hilmer Meyer-Kulenkampff, Engeln, Besitzer: Sabine & Klaus Fischer, Joachim Jung und das DOKR)
und Michael Jung

Pflegerin: Christina Franzeski



UELZENER’S NICKEL und CROSSBORDER RADAR LOVE (Sterre van Houte - NED) vereint, dass sie beide im Stall von Hindrick Stüvel in Rosengarten geboren wurden, der damit bei dieser WM in Bezug auf die Züchter ein Alleinstellungsmerkmal genießen kann. Grund genug, ihn nach seinen Beweggründen bezüglich genau dieser Anpaarungen zu fragen:

„Damals war es nicht mein erklärtes Ziel, Vielseitigkeitspferde zu züchten. Entscheidend für den Erfolg eines Pferdes, ist meiner Ansicht nach nicht nur sportliche Qualität, sondern eben auch Charakter und Leistungsbereitschaft, egal in welcher Disziplin. NUMERO UNO [Vater von NICKEL] hat nicht nur durch sein Pedigree überzeugt, sondern auch durch seine Eigenleistung und passte deshalb hervorragend zu unserer ORCHIDEE (LORENTIN x CALETTO II), die sich ebenfalls durch ihr tolles Interieur auszeichnete. NICKELs ein Jahr ältere Vollschwester ist als Fohlen prämiert worden und hat mir so gut gefallen, dass wir die Anpaarung wiederholten.  DIARADO [Vater von CROSSBORDER RADAR LOVE] wurde damals hochgelobt und hat sich mittlerweile international durchgesetzt, insbesondere bei Vielseitigkeitspferden. Die Mutter RAFFAELA stammt von CLAUDIO’S SON ab. Die Mutterlinie führt anschließend über LANDMEISTER und SACRAMENTO SONG xx, wodurch zusätzlich Vollblut in die Abstammung kommt.“


Was war das Besodere an diesen beiden Fohlen?

„Sie sind bei den Prämierungsterminen positiv aufgefallen. NICKEL wurde damals zum Championatsfohlen gekürt und war Teilnehmer am Fohlenchampionat der Körbezirke. Dass sich daraus zwei Pferde entwickelten, die erfolgreich bei Olympischen Spielen starteten und nun bei der Weltmeisterschaft in Aachen dabei sind, ist etwas ganz Besonderes.“


Wann und wie hat sich abgezeichnet, dass da zwei internationale Top-Sportler heranwachsen?

„NICKEL entwickelte sich vielversprechend, weshalb ich ihn zweieinhalbjährig zur Körung beim Holsteiner Verband vorstellte. Dort wurde er jedoch nicht gekört, sondern von Professor Heicke ersteigert. Der Rest ist Geschichte. RADAR LOVE ging dreijährig nach Holland und lief sprichwörtlich unter meinem Radar, bis seine heutige Besitzerin mich anrief und darauf aufmerksam machte, dass er für die Niederlande in Paris starten würde.“


Was trauen Sie Ihren beiden Pferden in Aachen zu?

„Beide Pferde haben mit ihrer Teilnahme an den Olympischen Spielen in Paris bereits bewiesen, dass sie zur internationalen Spitze gehören. Julia Krajewski und NICKEL traue ich zu, dass sie an ihre gemeinsamen großen Erfolge anknüpfen können. CROSSBORDER RADAR LOVEs Reiterin Sterre van Houte ist mit 22 Jahren noch sehr jung. Umso beeindruckender ist es, dass sie sich für das niederländische Team empfohlen haben. Ich wünsche den Beiden viel Erfolg.“


UELZENER'S NICKEL (Züchter: Hindrick Stüvel, Rosengarten, Besitzer: Prof. Dr. Bernd Heicke)
und Julia Krajewski

Pflegerin: Charlotte Wieland

NICKEL als Jungspund

© privat

CROSSBORDER RADAR LOVE und Sterre van Houte

© privat


Mit 24 der 88 Pferde stellen die deutschen Züchter das größte Kontingent, 13 sind beim Holsteiner Verband eingetragen, 6 in Hannover. Das KWPN ist elffach vertreten, aus Frankreich kommen zehn Pferde (SF und AA), ebenso wie von der irischen Insel (ISH und WSI).

Die 88 WM-Kandidaten haben -wahrscheinlich- 88 unterschiedliche Mütter, bei zweien ist die weibliche Seite des Pedigrees leer. Als Muttervater ist HERALDIK xx von CARAMEL xx drei Mal dabei, doppelt CAVALIER ROYALE von COR DE LA BRYERE, JALIENNY AA von ENNY X sowie ROCK KING von JUST A MONARCH xx.

War es über viele Jahre HERALDIK xx, der auf der Hengst-Seite die Starterlisten der großen Championate mit dominiert hat, ist es in Aachen eindeutig DIARADO, der mit fünf seiner Nachkommen, die für fünf Nationen im Einsatz sind, vertreten ist und weitere zwei Mal als Großvater über DINKEN und DIACONTINUS. Der HAND IN GLOVE xx-Sohn JAGUAR MAIL taucht drei Mail als Vater auf, ebenso wie TOLAN R von NAMELUS R und VIGO D ARSOUILLES STX von NABAB DE REVE. Mit jeweils zwei Nachkommen glänzen ZAVALL VDL von CASALL und VELOCE DE FAVI von JOUAN DE FRELY.

Mit HUMBLE GLORY xx (Sophia Hill - AUS), SEATTLE PARK xx (Jillian Giessen - NED) und ARTIST xx (Monica Spencer - NZL) sind drei reine Vollblüter im Wettbewerb. Bei weiteren acht Pferden liegt der Blutanteil (lt. Horsetelex) bei 75% oder darüber, weitere 36 Pferde kommen auf 50% oder mehr. Für acht Pferde wird ein Wert kleiner als 37,50% ausgegeben, für zwei Pferde waren keine verlässlichen Daten auffindbar.

RAGDOLL DE TAMISE (Wouter de Cleene - BEL)  und MELLEVUE VAN RECHTEREN (Miroslav Trunda - CZE) vertreten den Pferdejahrgang 2017, elf WM-Aspiranten sind nun zehn Jahre alt, 35 wurden zwischen 2013 und 2015 geboren, 36 zwischen 2009 und 2012, vier Kandidaten, darunter FISCHERCHIPMUNK FRH (Michael Jung) gehen 18-jährig ins Rennen.

Bei den Reiterin reicht die Bandbreite von Splinter Bergsma (*2005 - NED), Sterre van Houte (*2004 - NED), Oliver Barrett (*2004 - AUS), Matej Sukdolak (*2003 - CZE), Angelika Dubach (* 2002 - SUI) sowie Libussa Lübbeke (*2001), die allesamt auch in Millstreet die U25-WM hätten bestreiten können, bis zu Philip Dutton (*1963 - USA) und Andrew Hoy (*1959 - AUS), der sein WM-Debüt übrigens 19-jährig 1978 in Lexington/Kentucky gefeiert hat und -natürlich- auch 2006 hier in Aachen mit von der Partie war.


Neben FISCHERCHIPMUNK FRH (2013 mit Julia Krajewski) war sie in Warendorf siegreich, die Bundeschampionesse 2021 (mit Andreas Dibowski):

LILLET 3 (Züchterin: Morena Petersen, Ahrenviöl, Besitzerin: Molly Duda)
und Tamra Smith (USA)


Sie sind schon Weltmeister, die Le Lion-Sieger aus 2017:

ALERTAMALIB'OR (Züchter: Marie Christine & Renaud de Lauriere, Besitzer: Aliette Forien, Pascal Ravery, Nicolas Paul, Astier Nicolas)
und Astier Nicolas (FRA)

Einer der drei reinen Edelblutvertreter:

ARTIST (Züchter: Windsor Park Stud, Besitzer: Spencer Eventing)
und Monica Spencer (NZL)


Insgesamt 8 Fünf-Sterne-Sieger finden sich in der Starterliste; sie haben 2023 in Elkton triumphiert:

COLORADO BLUE (Züchter: Mellon Stud, IRL-Limerick, Besitzer: The Sally Syndicate und Austin O'Connor)
und Austin O'Connor (IRL)

Fünf Pferde aus der Top-10-Rangierung der Pratoni-WM treffen sich in Aachen wieder; als bestes französischen Paar beendeten sie das letzte globale Championat auf dem 6. Platz:

ZARAGOZA (Züchterin: Jane Young, Grossbritannien, Besitzer: Jane Young und Martin Thurlow)
und Gaspard Maksud (FRA)



Morgen starten aus dem deutschen Aufgebot

CARAMIA FRH / Libussa Lübbeke um 10:26 Uhr
CARLITOS QUIDDITCH K / Malin Hansen-Hotopp um 15:12 Uhr

Am Freitag wird es ernst werden für

UELZENER'S NICKEL / Julia Krajewski um 11:39 Uhr
D'ACCORD FRH / Christoph Wahler um 13:06 Uhr
FISCHERCHIPMUNK FRH / Michael Jung um 16:18 Uhr


Die Starterlisten aus Aachen hat die Rechenstelle:

https://rechenstelle.de/de/veranstaltungen/2026/aachen/



11.08.2026 - KK

Live aus Aachen und der Team-Präsentation zweiter Teil

Da ist der Dienstag fast vorbei, nach dem ersten Tag führen BLUETOOTH OLD und Frederic Wandres das Feld bei den Dressurspezialisten mit mehr als zwei Prozentpunkten Vorsprung an. GREAT ESCAPE CAMELOT und Raphael Netz sind aktuell auf dem dritten Platz. Morgen starten DENOIX PCH und Katharina Hemmer sowie WENDY DE FONTAINE und Isabell Werth, ehe dann am Abend im Mannschaftswettbewerb die ersten Weltmeister dieses Championats geehrt und sicherlich auch gefeiert werden.

Chris Bartle freut sich darüber, dass er morgen Vormittag um 9:30 Uhr sein Fünfer-Wunschteam zur Verfassungsprüfung bringen kann und stöhnte ein wenig, aber wirklich nur ganz wenig, über die vielen Hindernisse, die im Gelände auf die Reiter warten, da es an sehr, sehr vielen Hindernissen viele Alternativen angeboten werden.

Auf einem hinter hohen Hecken etwas versteckten Außenplatz wird so schon seit gestern, wahrscheinlich jedoch sogar schon viel länger, intensiv für die Eröffnungsfeier geprobt und an den verschiedenen Schaubildern gefeilt. Ein Zuschauer beschwerte sich, dass er im ‚Early-Bird-Verkauf‘ über 90 € für seine Tribünenkarte bezahlt habe und sie jetzt für um die 50 € ‚unters Volk‘ geworfen werden. Auch der WDR scheint wohl noch ein Kontingent bekommen haben. Die hohe Anzahl der Zuhörer-Rätsel in den letzten Tagen mit echt simplen Fragen und dem anschließenden Gewinn von je zwei Freikarten für das Abendevent lassen darauf schließen. Ab 20:15 Uhr soll das Spektakel im Hauptstadion die Massen 90 Minuten lang begeistern.

Neuigkeiten aus dem deutschen Vielseitigkeitslager wurden keine verteilt. Alles sieht danach aus, dass BRONCO NRW und Arne Bergendahl, die nach dem Trainingslager auf dem Bonner Rodderberg zurück nach Hamminkeln gefahren sind, die zweite Saisonhälfte individuell gestalten können.

Wer den gesamten Vielseitigkeitssport in Aachen hautnah und mit allen Emotionen erleben möchte oder jemanden kennt, der jemanden kennt, der Spaß an Sport live hat, hat noch immer eine dicke Chance:  Die Dauerkarte aus dem E-I-Umfeld ist noch zu haben. Einfach per Mail oder Telefon melden - alles andere kann dann ganz flott gehen…

In der Präsentation der Menschen rund um Pferde und Reiter steht heute das aktuelle Trainerteam der deutschen Vielseitigkeitsreiter im Mittelpunkt:

Nach dem Reitunfall von Peter Thomsen, der das Trainerteam bis kurz vor Luhmühlen geführt hat, ist interimsweise

Rodolphe Scherer

die Gesamtverantwortung übertragen worden.


Anne-Kathrin Pohlmeier,

„Bei mir hat sich nicht viel verändert, außer, dass ich jetzt auch die U25-Reiter mit betreue“ lächelte

Anne-Kathrin Pohlmeier,

die Dressurtrainerin, deren ausführliches Porträt im August 2022 erschien. Ohne zu blättern, gibt er hier den direkten Zugriff.


Mit dabei sind natürlich auch

Lara Weber

als Springtrainerin und

Andreas Dibowski

als Geländetrainer.

Auch heute viel Freude mit den Einblicken.

Danke, Ingo Wächter (iw-images.de) und Rainer Jakobs (www.jakobphotos.com) für die Unterstützung bei den Fotos.



10.08.2026 - KK

Frühe Impressionen aus Aachen und der Team-Präsentation erster Teil

Jetzt bleibt nur noch ein Tag, bis die FEI Weltmeisterschaft in Aachen 2026 offiziell eröffnet wird. Auf der Homepage ist der Countdown bis auf xxx Stunden heruntergezählt, bis heute Vormittag noch unterlegt mit einem Bild von AMANDE DE B’NEVILLE und Julia Krajewski auf ihrer Geländerunde in 2022, mittlerweile zeigt ein Videotrailer bewegte Bilder aus allen Disziplinen. Die Dressurreiter absolvieren den ersten Teil bereits morgen Vormittag, abends ab 20:15 gibt es die Eröffnungsfeier im Hauptstadion. Am Mittwoch ab 9:30 Uhr präsentieren die Vielseitigkeitsreiter ihre vierbeinigen Partner in der ersten Verfassungsprüfung, 24 Stunden später geht es auf das Dressurviereck. Bereits eine Stunde vorher am Donnerstag greifen auch die Voltigierer ins Geschehen ein.

Wer den gesamten Vielseitigkeitssport in Aachen hautnah und mit allen Emotionen erleben möchte hat noch immer eine dicke Chance:  Die Dauerkarte aus dem E-I-Umfeld ist noch zu haben. Einfach per Mail oder Telefon melden - alles andere kann dann ganz flott gehen…

Stell‘ sich das einer vor, du fährst zuhause los und nahezu jede Weide und Wiese gleicht mittlerweile einer Steppe, du fährst mehr als zweihundert Kilometer und unterwegs die gleichen Bilder. Das Auto abgestellt, schnell die Akkreditierung abgeholt, ein erster Gang übers Venue und was siehst du - alles tief dunkelgrün mit einer dichten Grasnarbe. Es macht den Eindruck, als hätten sie mit der Pflege seit dem letzten Jahr keinen einzigen Tag ausgesetzt. Es ist angerichtet, auch das Grasviereck für die Vielseitigkeitsdressur.

Ansonsten herrscht hier ein sehr geschäftiges Treiben. Die Dressur- und Vielseitigkeitspferde bereiten sich -anders als bei  CHIO- auf getrennten Plätzen vor. Die meiste Ruhe versprühen die Pferde, die auf dem Springabreiteplatz einen kleinen Snack zu sich nehmen. In der Ladenstraße werden die Regale gefüllt, gefühlt sind dort heute noch mehr Autos als Menschen unterwegs; es wird geschraubt und Staubsauger hört man an allen Ecken. Ordentlich was los ist auch bereits in der Pressestelle, das wird in den nächsten Tagen dort bestimmt richtig voll werden. Dann das: Wie aus dem Nichts taucht Michelle auf, wir kennen uns seit gefühlt zwanzig Jahren, sind uns bislang aber immer nur in Lexington über den Weg gelaufen. Persönlich hat diese WM die erste schöne Überraschung.

Besondere Aufmerksamkeit sollen heute die Menschen, in diesem Fall ausschließlich Damen, erfahren, die sonst eher im Hintergrund aktiv sind. Es sind die sechs Pflegerinnen

Annelie Lübbeke

Gesche Beerbaum

Christina Franzeski

Bodil Ipsen

Magdalena Lidenholm

Charlotte Wieland

der Pferde der deutschen Vielseitigkeitsreiter. Neu dabei sind in diesem Jahr Magdalena Lidenholm und Charlotte Wieland, bei allen anderen gibt es interessante Updates mit den Einschätzungen der Reiter.

Viel Freude mit den Einblicken.

Ein paar Bilder vom ersten Aachen-Tag:

Willkommen in Aachen

Wie eine Oase der Ruhe

Alles ist vorbereitet für Donnerstag und Freitag

Der deutsche Bundestrainer mit dem französischen Pass und der belgische Headcoach mit dem deutschen Ausweis: Rodolphe Scherer und Kai-Steffen Meier

Am Ende einer leichten Lockerungseinheit im Springsattel: UELZENER’S NICKEL und Julia Krajewski

Tryon - Pratoni del Vivaro - Aachen: Die dritte Weltmeisterschaft für VASSILY DE LASSOS und Andrew Hoy


28.07.2026 - KK

Aachen-Starterliste mit 90 Paaren aus 28 Nationen

Bis gestern hatten die nationalen Selektoren die Möglichkeit, ihre finalen Meldungen für die Weltmeisterschaften der Vielseitigkeitsreiter Mitte August in Aachen abzugeben. Eingegangen sind in Lausanne die Nachrichten aus 28 Ländern, die insgesamt 90 Pferd-Reiter-Kombinationen entsenden wollen.

Im Mannschaftswettbewerb werden 16 Teams versuchen, als Nachfolger Deutschlands die Soers wieder zu verlassen. Dreizehn von ihnen kommen in voller Stärke (vier Paare) nach Aachen, zwölf haben zusätzlich einen Einzelreiter benannt.

Alle sechs Sieger der sieben Fünf-Sterne-Prüfungen der letzten zwölf Monate werden dabei sein. Mit

D. Day - Caroline Harris - Luhmühlen 2026

LORDSHIPS GRAFFALO - Ros Canter - Badminton 2026 und Burghley 2025

DIABOLO - William Coleman - Lexington 2026

SANDHILLS BRIAR - Oliver Barrett - Adelaide 2026

treffen vier der Siegerpferde erstmals aufeinander.

Mit 23 Pferden stellen die deutschen Züchter das größte Kontingent bei dieser Weltmeisterschaft, 13 Pferde sind in den Niederlanden geboren, 11 in Frankreich und 10 auf der irischen Insel.

Für acht der Top-10 Reiterinnen und Reiter der letzten WM in Pratoni del Vivaro gibt es in Aachen ein Wiedersehen. Aus den Top-20 der aktuellen Weltrangliste haben 16 Reiterinnen und Reiter ihre Visitenkarte abgeben - davon alle fünf aus Neuseeland. Mit Andrew Hoy (*1959) kommt der Reiter mit den meisten Lebensjahren auf dem Konto aus Australien, auf die Jugend setzt mit Sterre van Houte (*2004) und Splinter Bergsma (*2005) der niederländische Bondscoach.

Erwartungsgemäß ist es im deutschen Team bei der Aufstellung

Julia Krajewski und UELZENER'S NICKEL

Libussa Lübbeke und CARAMIA FRH

Malin Hansen-Hotopp und CARLITOS QUIDDITCH K

Christoph Wahler und D'ACCORD FRH

Michael Jung und FISCHERCHIPMUNK FRH

geblieben.

Zwei, die nach Tryon 2018 und Pratoni del Vivaro 2022 ihren dritten WM-Start vor Augen haben: VASSILY DE LASSOS (*2009, Anglo-Araber Wallach von JAGUAR MAIL aus der ILLUSION PERDUE X von JALIENNY AA x VULCAIN X / Züchter: Sonia Eyraud, Jean-Louis Beth und Jérôme Berges, FRA-Condom / Besitzer: Dreams Come True V LLC und der Reiter) und Andrew Hoy (AUS), hier auf dem Weg zum Marbach Sieg in 2024:



22.07.2026 - KK

Das D-Team für Aachen steht

Im Anschluss an die letzte Sichtung hat die AG Spitzensport des Vielseitigkeitsausschusses die Shortlist aufgestellt. Auf der Weltmeisterschaft Mitte August sollen

Julia Krajewski und UELZENER'S NICKEL

Libussa Lübbeke und CARAMIA FRH

Malin Hansen-Hotopp und CARLITOS QUIDDITCH K

Christoph Wahler und D'ACCORD FRH

Michael Jung und FISCHERCHIPMUNK FRH

dem Bundesadler Flügel verleihen.

Mit am Trainingslager teilnehmen werden auch

Arne Bergendahl und BRONCO NRW und

TULLABEG PLATINUM (Julia Krajewski)

um als eventuelle Reservepaare sofort einspringen zu können.

Nachdem im Vorbericht vom 7. Juni [weiter unten] die Pferde ausführlich vorgestellt wurden, gibt es heute einen tieferen Einblick die Karrieren der Reiterinnen und Reiter die die deutschen Farben in Aachen vertreten sollen. Erfasst sind dabei die Erfolge aus dem Medaillenspiegel der FN und die bei der FEI gespeicherten Resultate seit 2002 sowie -soweit recherchierbar auch ältere- Championatserfolge bis Rang 20:

Julia Krajewski und UELZENER'S NICKEL

* 22.10.1988 / RUFV Lingen und Umgebung

internationale Starts:
491 seit Vejer de la Frontera 2001 mit CYRANO

Siege             84 bis 5*
Top-10         322 bis 5*

Weltrangliste 27

nationale Meisterschaften
Deutsche Meisterin
2026 & 2025 mit UELZENER‘S NICKEL
2023 mit ERO DE CANTRAIE
2019 & 2018 mit SAMOURAI DU THOT
Deutsche Meisterin der Jungen Reiter 2008 mit LOST PROPHECY
Siegerin im Preis der Besten 2009
Bronze DM 2021 mit AMANDE DE B‘NEVILLE

internationale Championate
Olympiasiegerin 2021 mit AMANDE DE B‘NEVILLE in Tokyo
Europameisterin Pony 2001 mit CYRANO in Vejer de la Frontera
Team-Gold WM 2022 mit AMANDE DE B‘NEVILLE in Pratoni del Vivaro
Team-Gold EM Junioren 2006 mit LEADING EDGE in Necarne Castle
Team-Gold EM Junioren 2005 mit LEADING EDGE in Saumur
Team-Gold Pony-EM 2002 mit CYRANO in Hagen
Team-Gold Pony-EM 2001 mit CYRANO in Vejer de la Frontera
Silber WM 2022 mit AMANDE DE B‘NEVILLE in Pratoni del Vivaro
Silber EM Junge Reiter 2008 mit LOST PROPHECY in Kreuth
Silber EM Junioren 2006 mit LEADING EDGE in Necarne Castle
Silber Pony-EM 2002 mit CYRANO in Hagen
Team-Silber Olympia 2016 mit SAMOURAI DU THOT in Rio de Janeiro
Team-Silber EM Junge Reiter 2009 mit AFTER THE BATTLE in Waregem
Team-Silber EM Junge Reiter 2008 mit LOST PROPHECY in Kreuth
Team-4. Olympia 2021 mit AMANDE DE B‘NEVILLE in Tokyo
5. EM Junioren 2005 mit LEADING EDGE in Saumur
Team-5. WM 2018 mit FISCHERCHIPMUNK FRH in Tryon
6. WM der Jungen Vielseitigkeitspferde 2024 mit CHILLI MORNING II in Le Lion-d‘Angers
6. WM der Jungen Vielseitigkeitspferde 202“ mit CHINTONIC in Le Lion-d‘Angers
Team-10. EM 2017 mit SAMOURAI DU THOT in Strzegom
11. Olympia 2024 mit UELZENER NICKEL‘S in Paris
Team-13. Olympia 2024 mit UELZENER‘S NICKEL in Paris




Libussa Lübbeke und CARAMIA FRH

* 15. Januar 2001 / RV Neuhaus-Oste und Umgebung

internationale Starts:
179 seit Rüspel 2017 mit NADEEM

Siege              5 bis 3*-S
Top-10           70 bis 5*

Weltrangliste 93

nationale Meisterschaften
Bronze DM Junge Reiter 2020 mit DARCY F in Luhmühlen

internationale Championate
Team-Gold EM 2025 mit CARAMIA FRH in Blenheim
Team-Gold EM Junge Reiter 2021 mit DARCY F in Segersjö
Team-Gold Pony-EM 2016 mit NADEEN 2 in Vilhelmsborg
Team-Silber EM Junge Reiter 2022 mit CARAMIA FRH in Hartpury
9. Pony-EM 2016 mit NADEEN 2 in Vilhelmsborg
14. EM Junge Reiter 2022 mit CARAMIA FRH in Hartpury




Malin Hansen-Hotopp & CARLITOS QUIDDITCH K

*  30. Dezember 1977 / Club der Vielseitigkeitsreiter Insel Usedom

internationale Starts:
172 seit Wiendorf Dienselhof (AUT) 1996 mit BEGELLY

Siege             8 bis 4*-L
Top-10          63 bis 5*

Weltrangliste 67

nationale Meisterschaften
Bronze DM Junge Reiter 1997 mit BEGELLY

internationale Championate
Team-Gold EM 2025 mit CARLITOS QUIDDITCH K in Blenheim
Team-Gold EM Junge Reiter 1996 mit BEGELLY in Wiendorf Dienselhof
Team-Silber EM 2023 mit CARLITOS QUIDDITCH K in Haras du Pin
Team-Silber EM Junge Reiter 1997 mit BEGELLY in Pratoni del Vivaro
Team-5. EM Ländliche Reiter 2017 mit MONSIEUR SCHNABEL in Tongeren
9. EM Junge Reiter 1996 mit BEGELLY in Wiendorf Dienselhof
10. EM Junge Reiter 1997 mit BEGELLY in Pratoni del Vivaro
11. EM 2025 mit CARLITOS QUIDDITCH K in Blenheim
13. WM Junge Vielseitigkeitspferde 2004 mit TSF AMAZING GRACE in Le Lion-d‘Angers
19. EM 2023 mit CARLITOS QUIDDITCH K in Haras du Pin


Christoph Wahler und D'ACCORD FRH

* 21. Januar 1994 / RG Klosterhof Medingen

internationale Starts:
271 seit Hünxe 2008 mit HERAKLES TSF

Siege            17 bis 4*-S
Top-10           94 bis 5*

Weltrangliste 113

nationale Meisterschaften
Silber DM 2023 mit CARJATAN S

internationale Championate
Team-Gold WM 2022 mit CARJATAN S in Pratoni del Vivaro
Team-Silber EM 2023 mit CARJATAN S in Haras du Pin
Team-Silber EM Junge Reiter 2015 mit GREEN MOUNT FLIGHT in Strzegom
Team-Silber EM Junge Reiter 2014 mit GREEN MOUNT FLIGHT in Vale Sabroso
Bronze EM Junge Reiter 2015 mit GREEN MOUNT FLIGHT in Strzegom
4. EM 2023 mit CARJATAN S in Haras du Pin
Team-4. EM Junioren 2012 mit PRINTINIUS in Strzegom
5. EM Junge Reiter 2014 mit GREEN MOUNT FLIGHT in Vale Sabroso
Team-6. EM Junge Reiter 2013 mit PRINTINIUS in Jardy
7. EM 2021 mit CARJATAN S in Avenches
Team-13. Olympia 2024 mit CARJATAN S in Paris
14. EM Junioren 2012 mit PRINTINIUS in Strzegom
20. EM 2019 mit CARJATAN S in Luhmühlen



Michael Jung und FISCHERCHIPMUNK FRH

* 31. Juli 1982 / RSG Altheim

internationale Starts:
708 seit Vittel 1999 mit MARICOS
Siege          182 bis 5*
Top-10        523 bis 5*

Weltrangliste 15

nationale Meisterschaften
Deutscher Meister
2024 & 2021 mit FISCHERCHIPMUNK FRH
2022 mit Highlighter
2012 mit WEIDEZAUNPROFI’S RIVER OF JOY
Deutscher Meister der Jungen Reiter
2003 mit MARCO
2001 mit BIOSTEHETIK’S MARICOS
Sieger beim Preis der Besten 2003 & 2002
Deutscher Meister der Junioren
2000 mit RUXANDRA
1999 mit BIOSTEHETIK’S MARICOS
Silber DM
2017 mit STAR CONNECTION
2009 & 2010 mit WEIDEZAUNPROFI’S RIVER OF JOY
Silber DM Junge Reiter 2002 mit BIOSTEHETIK’S MARICOS
Bronze DM 2006 mit BIRKHOF’S GRAFENSTOLZ

internationale Championate
Olympiasieger 2024 mit FISCHERCHIPMUNK FRH in Paris
Olympiasieger 2016 mit LA BIOSTHETIQUE - SAM FBW in Rio de Janeiro
Weltmeister der Jungen Vielseitigkeitspferde 2015 mit FISCHERINCANTAS in Le Lion-d’Angers
Europameister 2015 mit FISCHERTAKINOU in Blair Castle
Weltmeister der Jungen Vielseitigkeitspferde 2014 mit STAR CONNECTION FRH in Le Lion-d’Angers
Europameister 2013 mit HALUNKE FBW in Malmö
Olympiasieger Olympia 2012 mit LA BIOSTHETIQUE - SAM FBW in London
Europameister 2011 mit LA BIOSTHETIQUE - SAM FBW in Luhmühlen
Weltmeister der Jungen Vielseitigkeitspferde 2011 mit FISCHERROCANA FST in Le Lion-d‘Angers
Weltmeister 2010 mit LA BIOSTHETIQUE - SAM FBW in Lexington
Weltmeister der Jungen Vielseitigkeitspferde 2004 mit BIRKHOF’S GRAFENSTOLZ in Le Lion-d’Angers
Europameister Junge Reiter 2003 mit MARCO in Bialy Bor
Team-Gold EM 2025 mit FISCHERCHIPMUNK FRH in Blenheim
Team-Gold WM 2022 mit FISCHERCHIPMUNK FRH in Pratoni del Vivaro
Team-Gold EM 2019 mit FISCHERCHIPMUNK FRH in Luhmühlen
Team-Gold EM 2015 mit FISCHERTAKINOU in Blair Castle
Team-Gold WM 2014 mit FISCHERROCANA FST in Caen
Team-Gold EM 2013 mit HALUNKE FBW in Malmö
Team-Gold Olympia 2012 mit LA BIOSTHETIQUE - SAM FBW in London
Team-Gold EM 2011 mit LA BIOSTHETIQUE - SAM FBW in Luhmühlen
Silber EM 2025 mit FISCHERCHIPMUNK FRH in Blenheim
Silber EM 2019 mit FISCHERCHIPMUNK FRH in Luhmühlen
Silber EM 2017 mit FISCHERROCANA FST in Strzegom
Silber WM 2014 mit FISCHERROCANA FST in Caen
Silber WM der Jungen Vielseitigkeitspferde 2007 mit LA BIOSTHETIQUE - SAM FBW in Le Lion-d‘Angers
Silber WM der Jungen Vielseitigkeitspferde 2006 mit LA BIOSTHETIQUE - SAM FBW in Le Lion-d’Angers
Team-Silber EM 2023 mit FISCHERCHIPMUNK FRH in Haras du Pin
Team-Silber EM 2021 mit FISCHERWILD WAVE in Avenches
Team-Silber Olympia 2016 mit LA BIOSTHETIQUE - SAM FBW in Rio de Janeiro
Team-Silber EM Junge Reiter 2003 mit MARCO in Bialy Bor
Team-Silber EM Junge Reiter 2001 mit BIOSTEHETIK’S MARICOS in Waregem
Team-Silber EM Junioren 1999 mit BIOSTEHETIK’S MARICOS in Vittel
Bronze EM 2009 mit LA BIOSTHETIQUE - SAM FBW in Fontainebleau
4. EM 2021 mit FISCHERWILD WAVE in Avenches
4. WM der Jungen Vielseitigkeitspferde 2014 mit FISCHERTAKINOU in Le Lion-d‘Angers
Team-4. Olympia 2021 mit FISCHERCHIPMUNK FRH in Tokyo
5. WM 2022 mit FISCHERCHIPMUNK FRH in Pratoni del Vivaro
Team 5. WM 2010 mit LA BIOSTHETIQUE - SAM FBW in Lexington
Team-6. EM Junioren 2000 mit LIMERICK in Pratoni del Vivaro
7. WM der Jungen Vielseitigkeitspferde 2008 mit WEIDEZAUNPROFI’S RIVER OF JOY in Le Lion-d‘Angers
8. Olympia 2021 mit FISCHERCHIPMUNK FRH in Tokyo
8. WM der Jungen Vielseitigkeitspferde 2015 mit LENNOX in Le Lion-d’Angers
Team-8. EM 2009 mit LA BIOSTHETIQUE - SAM FBW in Fontainebleau
9. EM Junioren 1999 mit BIOSTEHETIK’S MARICOS in Vittel
Team-10. EM 2017 mit FISCHERROCANA FST in Strzegom
13. WM der Jungen Vielseitigkeitspferde 2007 mit DESPERADO S in Le Lion-d‘Angers
Team-13. Olympia 2024 mit FISCHERCHIPMUNK FRH in Paris



Arne Bergendahl und BRONCO NRW

* 13. April 1991 / ZRFV von Lützow Hamminkeln

internationale Starts:
276 seit Hünxe 2005 mit PARADISE DAWN

Siege              8 bis 4*-S
Top-10         115 bis 4*-L

Weltrangliste 41

nationale Meisterschaften
bislang noch ohne Medaille

internationale Championate
13. WM Junge Vielseitigkeitspferde 2023 mit BRONCO NRW in Le Lion-d’Angers


Am 27. Juli erwartet die FEI die finalen Meldungen der nationalen Föderationen. Die Reiterinnen und Reiter treffen sich in der Woche vor der WM in Bonn-Rodderberg für ein letztes Trainingslager, von dort aus geht es direkt nach Aachen.



09.07.2026 - KK

180 Pferde, 139 ReiterInnen, 28 Flaggen, 16 Teams - Die Entry-List für Aachen ist da

In exakt fünf Wochen steht der erste Dressurabschnitt der Weltmeisterschaft der Vielseitigkeitsreiter in Aachen unmittelbar bevor. Bis zum letzten Montag hatten die nationalen Föderationen die Möglichkeit, jeweils bis zu 15 Pferde für das Championat zu benennen. Am Dienstag hat die FEI die Liste der nominierten Titelaspiranten online gestellt. Bis zum 27. Juli bleibt den jeweiligen Selektoren noch Zeit, sich auf ihre finalen maximal fünf Aachen-Starter festzulegen.


Das komplette Kontingent ausgeschöpft haben Australien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Neuseeland und die USA, je elf der 180 Nennungen kommen aus Belgien und Deutschland. In Teamstärke sind auf dieser ersten Liste auch die Schweiz, die Niederlande, Brasilien, Schweden, Italien, Österreich, Japan und Tschechien vertreten.


Mit COLERO (Felix Vogg), FISCHERCHIPMUNK FRH (Michael Jung; damals Julia Krajewski), GRANDEUR DE LULLY CH (Robin Godel), VASSILY DE LASSOS (Andrew Hoy) und VINCI DE LA VIGNE JRA (Kento Nagura, damals Kazuma Tomoto) sind fünf Pferde in der Aachen-Vorbereitung, die auch bereits 2018 in Tryon am Start waren.

Aus den Top-10 der Pratoni del Vivaro-WM 2022 könnte es in Aachen ein Wiedersehen mit FALCO (3. mit Tim Price), LORDSHIPS GRAFFALO (4. mit Ros Canter), FISCHERCHIPMUNK FRH (5. mit Michael Jung), ZARAGOZA (6. mit Gaspard Maksud), OFF THE RECORD (7. mit William Coleman) und VINCI DE LA VIGNE JRA (8. mit Kazuma Tomoto / jetzt Kento Nagura) geben.

FALCO (*2009 von Cardenio aus der Witta von Weinberg x Pilot; Züchter Norbert Nowak; Besitzer: Sue Benson & Tim Price) und Tim Price auf dem Weg zu WM-Bronze 2022

Der Hannoveraner und der Neuseeländer sind das einzige Paar aus dem Pratoni del Vivaro-Spitzentrio, das auch in Aachen auf der Nennungsliste steht

Vier „Eisen im Feuer“ hat Lara de Liedekerke-Meier, darunter mit HOONEY D'ARVILLE, KIARADO D'ARVILLE und LA LA LAND D'ARVILLE drei Nachkommen ihrer NOONEY BLUE, mit der sie 2010 in Lexington ihre WM-Premiere hatte. Weitere acht ReiterInnen sind mit je drei Pferden auf der Nennungsliste vertreten. Sechs dieser neun ReiterInnen sind unter den ersten fünfzehn der aktuellen Weltrangliste, von den Top-30 des Rankings per Ende Juni stehen 28 auf der Aachen-Liste.

Ein Viertel der Pferde (45) ist in deutschen Ställen geboren, 35 auf der irischen Insel, 22 in Frankreich, 20 in den Niederlanden. Den Pferdejahrgang 2007 vertreten CORVETT (Emily Hamel) und TOBLERONE (Nadja Minder), fünf Pferde sind 2017 geboren.

Bei den ReiterInnen reicht die Bandbreite von Andrew Hoy und Adriaan Smeulders (beide in den 60igern) bis zu den U25-ReiterInnen Libussa Lübbeke (GER), Angelika Dubach (SUI), Matej Sukdolak (CZE), Oliver Barrett (AUS), Sterre van Houte und Splinter Bergsma (beide NED).

Mit D. DAY (Luhmühlen 2026 & Pau 2024), LORDSHIPS GRAFFALO (Badminton 2026, 2025 und 2023, Burghley 2025 & 2024), SANDHILLS BRIAR (Adelaide 2026), JARILLO (PAU 2025), CARTANIA (ELKTON 2025) stehen alle Fünf-Sterne-Sieger der letzten 12 Monate im Lot, ebenso sieben Pferde, die Mitte Juni in Luhmühlen 5*-Top-10 platziert waren.

Die Dressur-Starterliste in Aachen wird mit diesem Nennungsergebnis bis zu 90 Paare aus dann 28 Nationen enthalten. Von den maximal 16 Mannschaften würden drei auf jeden Fall ohne Streichergebnis in die Weltmeisterschaft starten.



23.06.2026 - KK

Aus 19 mach 11 - Die deutsche Aachen-Longlist der Vielseitigkeitsreiter steht

Nach dem Abschluss der Deutschen Meisterschaft in Luhmühlen hat die AG Spitzensport des Vielseitigkeitsausschusses von Pferdesport Deutschland am Montagabend via Videokonferenz getagt und final die Longlist für die Weltmeisterschaften in Aachen aufgestellt. Für die Titelkämpfe der Vielseitigkeitsreiter, die vom 12. (Verfassungsprüfung) bis zum 16. August (Parcoursspringen) in der Aachener Soers ausgetragen werden, wurden folgende Paare berufen (in alphabetischer Reihenfolge):

AEVOLET M-A-F und Pauline Knorr

ASPEN T und Katharina Meyer

BRONCO NRW und Arne Bergendahl

CARAMIA FRH und Libussa Lübbeke

CARLITOS QUIDDITCH K und Malin Hansen-Hotopp

D'ACCORD FRH und Christoph Wahler

FISCHERCHIPMUNK FRH und Michael Jung

READY TO GO NRW und Vanessa Bölting

RIS DE TALM und Antonia Baumgart

TULLABEG PLATINUM und Julia Krajewski

UELZENER'S NICKEL und Julia Krajewski

Aufnahmen aller Pferde mit allen Details finden sich im Vorbericht weiter unten.

Sollte diese Longlist mit der Nennungsliste an die FEI übereinstimmen, würden vier mögliche Plätze für Reservepferde unbesetzt bleiben. Die Shortlist wird nach der Vier-Sterne-Prüfung im schweizerischen Avenches (16. bis 19. Juli) aufgestellt. Bis zum 27. Juli erwartet die FEI die finale Meldung der WM-Teilnehmer.

Da geht‘s lang - Interimsweise wurde Rodolphe Scherer die Funktion des Cheftrainers übertragen

Eine sehr gute und erfreuliche Nachricht kam am Montagnachmittag aus Warendorf: Peter Thomsen ist nach seinem Reitunfall am Sonntag der vergangenen Woche auf dem Weg der Genesung, sein Gesundheitszustand hat sich in den letzten Tagen deutlich verbessert.

Für die Vorbereitung auf die WM in Aachen übernimmt nun vorerst Rodolphe Scherer die Funktion des Cheftrainers, insbesondere im Hinblick auf die finale Sichtung und die Nominierung. Ihm zur Seite stehen weiterhin die Disziplintrainerinnen Anne-Kathrin Pohlmeier (Dressur) und Lara Weber (Springen) sowie der Geländespezialist und U25-Nachwuchstrainer Andreas Dibowski. Diese Regelung gilt übergangsweise bis auf Weiteres.



07.06.2026 - KK

Jubelgesänge in Aachen für die Vielseitigkeits-Weltmeister

So eng liegen Freud und Leid beieinander, Emotionen pur waren heute im weiten Rund des Aachener Stadions angesagt. Nur noch die letzten drei Sprünge des Frank Rothenberger-Kurses auf dem fast schon heiligen Rasen der Soers, die Zeit passt, da ist sogar noch etwas Reserve. Jetzt noch zwei, nur noch eins, die Ziellinie bereits im Blickfeld, noch einmal abheben, dann sicher landen - geschafft, die rechte Faust in den blauen Nachmittagshimmel gestreckt geht es auf die erste Ehrenrunde. Die Vielseitigkeitsreiter haben ihr 2026er Weltmeisterpaar und 40.000 Menschen auf den Rängen feiern es mit stehenden Ovationen.

Zugegeben, es ist noch Zukunftsmusik und der Blick in die Glaskugel ist arg verschleiert, aber in zehn Wochen und wenigen Stunden wird es in Aachen bei DEM Saisonhöhepunkt um Titel und Medaillen gehen. Eben wegen dieser Titelkämpfe fand der deutsche Nationenpreis der Vielseitigkeitsreiter in diesem Jahr im Haupt- und Landgestüt Marbach statt. Dort gab vor drei Wochen, am Sonntag zwischen Verfassungsprüfung und Abschlussspringen, der Bundestrainer Peter Thomsen einen ausführlichen Einblick in seine Championats-Planungen, äußerte sich zum Trainingsstand von Pferden und Reiter und zeigte den weiteren Weg des deutschen Teams in Richtung des Saisonhöhepunktes auf.


Das erste WM-Gold der deutschen Vielseitigkeitsreiter

Sechzig Jahre nach der ersten Weltmeisterschaft in Burghley und zwanzig Jahre nach den unvergessenen Weltreiterspielen in Aachen mit dem ersten WM-Sieg eines deutschen Teams in der Besetzung

RINGWOOD COCKATOO / Bettina Hoy
SLEEP LATE / Ingrid Klimke
AIR JORDAN / Frank Ostholt
MARIUS VOIGT-LIGISTIK / Hinrich Romeike

trifft sich die Weltspitze also wieder in der Kaiserstadt und wird die Besten der Besten küren.


Vom

12. August (Mittwoch, Verfassungsprüfung ab 9:30 Uhr) bis zum

16. August (Sonntag, Springen ab 12:30 Uhr)

werden sich die Augen der globalen Vielseitigkeitsfreunde auf die Soers richten.

Wie in anderen Sportarten durchaus auch üblich, gingen sich in diesem Frühjahr die vermeintlichen vier Schwergewichte der Szene (Equiratings vom 4. Juni) aktiv aus dem Weg:

JL DUBLIN / Tom McEwen (4.) haben in Kronenberg 4*-S mit ihrem Dressurergebnis gewonnen

LONDON 52 / Laura Collett (3.) galoppierten in Belsay (4*-S) an der Tête und waren beim britischen Nationenpreis in Bicton mit 33 Extrasekunden im Gelände 2.

LORDSHIPS GRAFFALO / Ros Canter (2.) setzten mit ihrem dritten Badminton-Sieg einen weiteren Meilenstein

FISCHERCHIPMUNK FRH / Michael Jung (1.) bescherten den Zuschauern in Marbach einen Start-Ziel-Sieg

Bis zum 6. Juli gibt die FEI den Teilnehmern noch die Möglichkeit, das bzw. die notwendigen Qualifikationsergebnisse (entweder ein 5*-MER oder ein 4*-L-MER plus ein 4*-S-MER seit Anfang 2025) einzufahren. Für das „L“-Ergebnis wird es langsam knapp, da bleiben in Europa noch die Turniere in Bramham am kommenden Wochenende, Luhmühlen Mitte Juni und am Monatsende Strzegom.


Der Bundestrainer in Marbach

Dazu Peter Thomsen: „Je mehr qualifizierte Paare wir haben, desto einfacher ist es nachher in irgendeinem Worst-Case-Szenario. Wenn jemand krank wird, Pferde krank werden, können wir dann einfacher rotieren. Aber ich glaube, dass in Deutschland im Mai alle die Qualis fertig haben sollen. Da bleiben jetzt noch Baborowko und Chaumont [en Vexin], dann war es das auch. Natürlich, den Strich ziehe ich erst am letzten Tag.“

Du hast im Olympiakader neun Reiter mit vierzehn Pferden. Wenn heute der 27. Juli wäre, wer würde die deutschen Farben in Aachen vertreten?

„Mit dem Beginn der Saison fang ich an, die Kader intern zu rangieren. Mit jedem Turnier das gewesen ist, verändere ich diese Rangierung. Daher könnte ich Stand 17. Mai sagen, wer vorne liegt, aber nächste Woche gehen wieder Pferde, übernächste Woche gehen wieder Pferde und das ändert sich immer. Man hat dann so ein bisschen eine Diskussionsgrundlage auch im Ausschuss. Gestern haben wir zusammengesetzt und geschaut, wie ist denn aktuell der Status Quo und da kann ich das dann erzählen.“

Wie ist der Stand am 17. Mai?

„Der ist bei mir im Kopf und bleibt da auch, weil er sich täglich ändert.“

Allerdings hat sich der Verbands-Olympiakader bereits deutlich dezimiert.

Peter Thomsen: „TIMMO ist leider ein bisschen verletzt, er muss Pause haben und wird wohl für die WM nicht infrage kommen. ALTAIR DE LA CENSE wird in Richtung Millstreet [U25-WM] vorbereitet, THE PHANTOM OF THE OPERA hatte leider auch eine Verletzung, ist jetzt wieder leicht im Training, aber das wird in Richtung Aachen zeitlich eng. Das könnte knapp werden, aber am Ende steht eh das Wohl des Pferdes im Vordergrund. Er kann ja noch weitere Euros oder Olympische Spiele gehen. BLACK ICE ist leider auch verletzt und wird wohl bis zur Weltmeisterschaft nicht fit werden. Das tut uns weh, aber ist jetzt so.“

Aus der ersten Garde kann sich der Bundestrainer sein Aachen-Team damit noch aus zehn Pferden mit sieben Reitern gestalten, die ihre Qualifikationsergebnisse bereits alle in der Tasche haben. Auch zu diesen Kandidaten gab er eine kurze Einschätzung:

CARAMIA FRH [Libussa Lübbeke] ist hier supertoll vorgestellt worden und hat uns gestern eine traumhafte Geländeleistung gezeigt, war schon toll in der Dressur und wir hoffen jetzt auf ein gutes Springen. Sie könnten sowohl in Millstreet, als auch in Aachen starten und wir warten heute das Springen nochmal ab, aber im Moment geht es bei diesen Ergebnissen eher Richtung Aachen.“

CARLITOS QUIDDITCH K [Malin Hansen-Hotopp] ist super in Form, hat top geliefert in Strzegom und wir hoffen, dass das so weiter geht - und dann haben die beiden super Voraussetzungen.“

TULLABEG PLATINUM [Julia Krajewski] hat sich in den letzten beiden Prüfungen überragend gezeigt. Es freut mich riesig, dass Julia da so ein tolles Zweitpferd hat. Wenn sie jetzt in Luhmühlen und Avenches nochmal so gut sein werden, spricht das für eine Formkurve die deutlich nach oben geht.“


CARAMIA FRH und Libussa Lübbeke

*2010, Hannoveraner-Stute von COMTE aus der FLORETTA von FABRIANO x LAURIES CRUSADOR xx

Züchterin: Annelie Lübbeke, Wingst
Besitzer: Annelie und Dr. Martin Lübbeke

Ein Musterbeispiel für den klassischen deutschen Förderweg: Über die Goldene Schärpe, Nachwuchs-Euro und Senioren-Euro könnte im Aachen-Kontingent ein Platz frei sein für Libussa Lübbeke

CARLITOS QUIDDITCH K und Malin Hansen-Hotopp

*2012, Holsteiner Wallach von QUIWI DREAM aus der AMSTERDAM von CASSINI I x ROMINO

Züchterin: Miriam Kühl, Brodersdorf
Besitzerin: Dr. Bodil Ipsen

Nach zwei Europameisterschaften steht die WM-Tür ziemlich weit offen

TULLABEG PLATINUM und Julia Krajewski

*2014, ISH-Wallach von DIGNIEFIED VAN'T ZORGVLIET aus der TULLABEG HERO von CULT HERO xx x CLOVER MAN

Züchter: Nicholas Cousins
Besitzer: Michael Sperl

Die aktuelle 4*-Vita: 2 x 2., 1 x 3.


UELZENER’S NICKEL [Julia Krajewski] ist super in Schuss. Er ist einmal in Italien sehr gut gegangen, war in Strzegom sehr gut, peilt nun die Deutsche Meisterschaft an und ist auf einem guten Weg.“

BRONCO NRW [Arne Bergendahl] ist national VS platziert und startet jetzt in Chaumont [en Vexin - FRA]. Beide sind auf einem guten Weg.“

D’ACCORD FRH [Christoph Wahler] ist wieder voll im Training und wird sich auf der Deutschen Meisterschaft in Luhmühlen zeigen. Theoretisch ist bei ihm Luhmühlen, Avenches, Aachen denkbar.“


UELZENER'S NICKEL und Julia Krajewski

*2014, Holsteiner Wallach von NUMERO UNO aus der ORCHIDEE V von LORENTIN I x CALETTO III

Züchter: Hindrick Stüvel, Rosengarten

Besitzer: Prof. Dr. Bernd Heicke

Nach dem Blenheim-Verzicht jetzt mit Kurs Aachen unterwegs

BRONCO NRW und Arne Bergendahl

*2016, Westfalen-Wallach von BLOCKBUSTER I aus der LUTHIEN NRW von LA CALIDO x TEMPLER GL xx

Züchter: Helmut Bergendahl, Hamminkeln
Besitzerin: Dr. Susanne Dörner

Der Schimmel ist der Youngster im deutschen Olympiakader

D'ACCORD FRH und Christoph Wahler

*2012, Hannoveraner-Wallach von DIARADO aus der ANETTE von AARKING xx x WALHALL

Züchterin: Christa von Paepke, Lehmkuhlen
Besitzer: Hendrik von Paepke & Stefan Haupt

Stehen mit den Empfehlungen der Top-10 Resultate in Lexington und Badminton auf des Trainers Spickzettel


FISCHERCHIPMUNK FRH [Michael Jung] war gestern [Samstag] und Donnerstag top. Michi sagt, er hat ihn jetzt noch nicht ganz oben. Aber wir brauchen die Pferde mit der Top-Form ja auch erst Mitte August und darauf bereitet er ihn vor.“

Hast Du irgendwelche Bedenken wegen seiner achtzehn Jahre?

„Nein, das Pferd ist gesund und er war auch heute in der Verfassungsprüfung exzellent, bewegte sich auch gestern nach dem Gelände und heute Morgen gut.“

FISCHERSOLUTION II [ex DZOKER - Michael Jung] war sehr gut in Radolfzell und soll jetzt in Kronenberg und wohl anschließend in Avenches gehen.“

Wie groß hast Du den Namen auf Deinem Spickzettel stehen, da er erst vier Vier-Sterne-Prüfungen beendet hat?

„Michi ist immer ein Kandidat und das Pferd hat immer sehr gute Ergebnisse geliefert. Sicherlich ist CHIPMUNK erste Wahl und wenn da etwas passieren sollte, dann müssen wir wieder gucken.“


FISCHERCHIPMUNK FRH und Michael Jung

*2008, Hannoveraner-Wallach von CONTENDRO I aus der HAVANNA von HERALDIK xx x RAMIRO Z

Züchter: Sabine und Dr. Hilmer Meyer-Kulenkampff, Engeln
Besitzer: Sabine & Klaus Fischer, Joachim Jung und das DOKR

Für die Analysten von Equiratings sind sie aktuell das beste Paar der Vielseitigkeitsszene

FISCHERSOLUTION II und Michael Jung

*2016, PZHK (SP)-Wallach von HARLEY VDL aus der DZINGER von GRAND PRESIDIUM xx x JAPE xx

Züchter: Stadnina Koni Nad Wigrami Gospodarstwo , Polen
Besitzer: Klaus Fischer

Das zweite Pferd des Jahrgangs 2016 im Olympiakader



LUTHIEN NRW [Arne Bergendahl] hatte in Badminton ein paar Kleinigkeiten im Gelände, aus denen wir wieder etwas gelernt haben.“

PALM BEACH hatte ein bisschen Pech, ist ausgerutscht und wird wohl das erste Mal wieder in Luhmühlen gehen und dann sehen wir weiter. Theoretisch kann er danach noch in Avenches starten, aber wir wollen erst einmal sehen, wie es in der ersten Prüfung geht, aber er ist im Moment schon ein bisschen hinten dran.“


LUTHIEN NRW und Arne Bergendahl

*2012, Westfalen-Stute von LA CALIDO aus der TARAMANGA von TEMPLER GL xx x SIR SHOSTAKOVICH xx

Züchter: Heinrich Bergendahl, Hamminkeln
Besitzer: Helmut Bergendahl

Keine 4*-L im Angebot, dafür das einzige deutsche Pferd mit zwei 5*-Quali-Ergebnissen

PALM BEACH 32 und Nicolai Aldinger

*2011, DSP (Sa-Thü)-Wallach von PALMARES aus der LANDA B von LAFITTE x JUPITER II

Züchterin: Tanja Schramm
Besitzerin: Christa Lindenberger
Aktuell ein Kandidat mit Außenseiterchancen



Wie sieht es mit den Möglichkeiten der Perspektivkader-ReiterInnen aus, wie groß sind deren Namen auf Deinem Spickzettel?

„Diejenigen, die die Quali-Ergebnisse haben, haben auch die Chance, sich mit guten Ergebnissen in Szene zu setzen. Wir haben Heike Jahnke, die eine tolle Saison geritten ist und in Luhmühlen Fünf-Sterne reiten wird. Katharina Meyer hatte hier ein tolles Ergebnis im Gelände und wird in Luhmühlen auch die Fünf-Sterne reiten. Wenn die dort ein Top-Ten-Resultat liefern sollten, wäre das natürlich schon ein Ausrufezeichen. Wir haben Brandon Schäfer-Gehrau, der zweiter war in Oudkarspel, wir haben Pauline [Knorr], die in Strzegom in der Vier-Sterne-Lang ein super Ergebnis hatte. Insofern ist für alle die Tür offen und am Ende kommt alles, Papierergebnisse, Formkurve, Belastbarkeit, Nervenstärke und Fitness des Reiters, Gesundheitszustand des Pferdes, mit in die Entscheidungsfindung hinein.“

Die zeitliche Enge zwischen Luhmühlen und Aachen, also theoretisch zwei Fünf-Sterne-Prüfungen in acht Wochen, ist für Dich OK?

„Ich glaube, ja. Es kommt natürlich immer darauf an, wie die Pferde die erste Prüfung wegstecken. Ich glaube aber auch, das beide Reiterinnen Luhmühlen jetzt nicht nutzen möchten, um sich für Aachen in Szene zu setzen, sondern beide reiten ihre erste Fünf-Sterne, wollen mit tollen Null-Runden aus dem Gelände zurückkommen und am Ende tolle Ergebnisse haben. Klar resultiert daraus dann natürlich eine Empfehlung, aber ich glaube bei beiden liegt die volle Konzentration auf Luhmühlen.“

Für den Fall der Fälle stehen aus der zweiten Reihe zusätzlich acht Paare bereit, die sich über Vier-Sterne-Lang und Kurz die formelle WM-Qualifikation gesichert haben. Apropos: Da es keinen direkten Zugang zum originären Datenbestand der FEI gibt, war es erforderlich, die Ergebnisse manuell zu selektieren. Sollte jemand fehlen, steckt da keine -gar böse- Absicht hinter, dann wurde ein Resultat schlichtweg übersehen. Falls so etwas auffällt, auf jeden Fall bitte kurz melden oder einen Kommentar verfassen.


AEVOLET M-A-F und Pauline Knorr

*2014, Hannoveraner-Stute von ABKE aus der HAVANNA von HERALDIK xx x HOHENSTEIN

Züchter: Marco Fischer, Parthenstein
Besitzerin: Ute Thümler


ASPEN T und Katharina Meyer

*2010, Hannoveraner-Wallach von CANSTAKKO aus der ANAKONDA von SIR SHOSTAKOVICH xx x STAR REGENT xx

Züchterin: Katharina Meyer, Munster
Besitzerin: Monika Tietz

JARD 4 und Pia Leuwer

*2012, PZHK (M)-Wallach von HUZAR aus der JULITA von DIVISOR xx x ELSING xx

Besitzer: Prof. Dr. Bernd Heicke


Die Heim-WM ist der absolute Höhepunkt des Jahres, da gibt es auch keine Rücksichtnahme auf die U25-WM in Millstreet Ende Juli?

„Wir haben ganz klar gesagt, wir priorisieren die Weltmeisterschaft in Aachen, weil es einmal im eigenen Land ist und weil es die Olympiaquali ist. Aber wir werden dann schon nach Luhmühlen mit der Longlist die U25-Reiter so aufteilen, dass sie sich dann auf ihr Championat vorbereiten können. Unglücklich ist, dass es so dicht zusammen ist. Schöner wäre es, wenn da zwei, drei Monate zwischen wären, dann könnten sie beides gehen. Das Worst-Case-Szenario wäre natürlich, dass einer auf die U25-WM verzichtet und dann, warum auch immer, aus dem Aachen-Team rausrutscht. Aber wir haben gesagt, wir ordnen alles der Weltmeisterschaft in Aachen unter und die Reiter haben da voll mitgezogen und am liebsten wäre es mir, wir müssen darüber gar nicht groß nachdenken, sondern es passt einfach so.“

Deine Anforderungen an die Qualifikanten, gehst Du da streng nach belegter Leistung, also das, was an Resultaten abgeliefert wurde, vor?

„Ja natürlich, jeder hat eine Historie und wir schauen schon, wie waren sie in den letzten Jahren, sind sie Fünf-Sterne geritten, wie sicher ist eine Null-Runde im Gelände, und und und. Aber natürlich auch die aktuelle Formkurve, das ist einfach so. Das heißt, die Pferde die mit guten Vorjahresergebnissen und einer sehr guten Form in diesem Jahr sind die, die für uns im Moment am meisten in Frage kommen.“

Diese weichen Faktoren, wie machst Du die messbar?

„Es gibt einmal die Papierleistung, also die Ergebnisse, aber dann gibt es natürlich schon viele, viele, viele kleine Faktoren, die nicht messbar sind. Es gibt die Fitness des Reiters, es gibt die Belastbarkeit des Reiters.“


MIGHTY SPRING FRH und Heike Jahncke

*2010, Hannoveraner-Stute von MIGHTY MAGIC aus der LASIZ von LANDCLASSIC x CASHMAN

Züchter: Jörg Bätje, Kranenburg
Besitzer: Carsten Küst und Heike Jahncke

OLIMOND'S QUIBELLE OLD und Heike Jahncke

*2016, Oldenburger Stute von VERDI TN aus der FEE von FLANAGAN x FÜRST PICCOLO

Züchterin: Helena Wayand, Elsoff
Besitzerin: Heike Jahncke

READY TO GO NRW und Vanessa Bölting

*2012, Westfalen-Wallach von ROCK FOREVER I aus der WEINGOLD GD von WEINBERG x PARADOX I

Züchter: Jörg Winterscheid, Arnsberg
Besitzer: Hubert Hermesmeyer


Bei der Auswahl der fünf, die Du dann am Ende mitnimmst, spielt da Olympia 28 auch schon eine Rolle oder ist das ‚Jetzt ist Aachen und was danach kommt, ist eine neue Zeit‘?

„Genau, es ist jetzt Aachen und Aachen ist der Zwischenschritt zu den Olympischen Spielen. Ich glaube, wir werden uns nächstes Jahr in Avenches [Euro 2027] schon mehr damit beschäftigen, welche jüngeren Pferde können mal ein Championat, also LA gehen, aber jetzt müssen wir einfach liefern. Am Ende möchte ich die mitnehmen, die ein sehr, sehr gutes Ergebnis in Aachen abliefern können. Wenn das ein jüngeres Pferd ist, kann das durchaus sein, aber wir haben zum Beispiel in Blenheim tatsächlich Erfolg gehabt mit etwas älteren Pferden, erfahrenen Pferden und das System wollen wir langfristig versuchen aufrecht zu erhalten.“

Hat jemand von dir eine Wildcard bekommen?

„Nein, wir haben ganz klar die Regeln festgelegt. Wir haben zwei Prüfungen vorgegeben - und dann wird nominiert. Aber natürlich gibt es Reiter die besonders erfolgreich sind, mit alten Pferden wo wir wissen, wenn die gesund sind, dann haben wir große Chancen.“

Was ist, wenn zum Beispiel FISCHERCHIPMUNK FRH ausfallen würde, würdest Du lieber Michael mit seinem zweiten Pferd dabei haben oder käme ein anderes Paar zum Zuge?

„Das muss man dann sehen. Es ändert sich ja praktisch jeden Tag etwas und wenn dieser Fall eintreten sollte, dann werden wir auf die Liste mit den qualifizierten Pferden und Reitern gucken und versuchen rauszukriegen, welches Pferd wird wohl bei dem Turnier die beste Leistung haben. Das ist ja dann unser Job und dann sehe ich, ob Michi mit dem Zweitpferd dabei ist oder jemand anderes.“

Bis zum 6. Juli haben die Verantwortlichen noch Zeit, sich auf maximal 15 (Vorgabe der FEI) potenzielle Aachen-Starter festzulegen, danach schließt die FEI das Nennungsportal. Die finale Meldung der fünf WM-Teilnehmer (vier Paare für das Team, ein Einzelstarter) hat bis zum 27. Juli nach Lausanne zu erfolgen. Allerdings will Peter Thomsen seine Empfehlungen bereits vorher aussprechen:

„Wir halten uns an die an die Nominierungsbedingungen, die wir in der Aktivenversammlung und in der AG-Spitzensport beschlossen haben: Zwei mindestens Vier-Sterne-Prüfungen sind in 2026 zu reiten, die letzte Sichtung ist Avenches und wenn die Bedingungen dort gut sind, gehen alle Pferde dort. Die Trainerteams und auch die Tierärzte sind immer bei den deutschen Veranstaltungen, ansonsten richten wir uns ein bisschen nach den Aspiranten und teilen uns auf. Nach Luhmühlen erstellen wir die Longlist, nach Avenches die Shortlist. Wir werden dann dazu einen Reservisten berufen, der auch mit ins Trainingslager kommt und im Falle eines Tausches optimal vorbereitet ist.“


RIS DE TALM und Antonia Baumgart

*2015, Holsteiner Wallach von ADAGIO DE TALMA aus der RAISA von CARVALLO BB x LINARO

Züchter: Hans-Niko Höck, Großsolt
Besitzer: Antonia & Dietrich Baumgart

ALTAIR DE LA CENSE und Calvin Böckmann

*2010, SF-Stute von JENNY DE LA CENSE  aus der NINJA von HAARLEM x ROSSINI

Züchter: Diego & Filipa Horta E Costa
Besitzer: Simone, Jason und Liam Böckmann

VERY SPECIAL und Brandon Schäfer-Gehrau

*2015, Hannoveraner-Stute von VISCOUNT aus der NOVA EH von NOBRE xx x FABRIANO

Züchterin: Ulrike Edel-Heidhues, Bad Harzburg
Besitzerin: Dagmar Schäfer-Gehrau


Wie sieht die unmittelbare Vorbereitung aus?

„In Bonn-Rodderberg richten wir für vier oder fünf Tage unser Trainingslager ein und fahren von dort aus direkt nach Aachen. Wir werden uns dort alle treffen und mit alle Mann versuchen, den Teamspirit zu bilden. Alle Pferde sollen dort noch einmal galoppieren und wir wollen schauen, wie sie sich dann am nächsten Tag bewegen.“

Wie ist Dein Plan für Aachen?

„Ich glaube, dass in Aachen ganz, ganz wichtig wird, dass die Reiter sich voll auf die Weltmeisterschaft konzentrieren. Die ganzen Fans, Reitvereine, Trainer, Freunde kommen nach Aachen. Das ist nicht so wie in Blenheim. Wir müssen uns da sicherlich ein bisschen abschotten und das auch proaktiv verkaufen. Am meisten hilft man den Reitern und dem Team, wenn wir uns voll auf den Wettkampf konzentrieren können - und danach können wir eine Woche Interviews geben, Geländeführungen machen, wir können feiern, wir können uns unterhalten. Aber diese fünf Tage müssen wir im Tunnel sein und müssen einfach nur versuchen, so gut wie möglich zu reiten.“

Was erwartest Du im Aachener Cross?

„Wir wissen, wer aufbaut, wir kennen seine Handschrift. Giuseppe [della Chiesa] und Marcin [Konarski] bauen sicherlich sehr, sehr anspruchsvolle direkte Wege. Natürlich werden bei einer Weltmeisterschaft auch mittellange Wege und ganz lange Wege angeboten und man wird versuchen, viele Teams nach Hause zu bringen.“

Wie werdet Ihr auf den Geländekurs reagieren?

„Am einfachsten ist es immer, direkt nach der Geländebesichtigung zu sagen, wer Mannschaft reitet und wer in der Einzelwertung dabei ist. Natürlich hast du das Im Kopf, aber bis dahin passiert noch viel. Wir wissen dann, wie das Gelände ist, wie das Geläuf. Wir wissen dann auch, wie die Pferde angekommen sind. Damit waren wir in der Vergangenheit sehr erfolgreich und ich sehe keinen Anlass, daran etwas zu verändern.“

Braucht es mehr Tagesform oder mehr Glück?

„Ich sage mal Tagesform. Die Vorbereitung am Ende und das Abwickeln des Turniers, also die sportliche Leistung, wird es entscheiden. Der Sieger wird keinen Fehler machen und so sollte es ja auch sein.“

Heißt das, der Sieger kommt mit seinem Dressurergebnis nach Hause?

„Ich vermute, dass die Zeit sehr, sehr schwer zu halten sein wird. Das ist ja auch immer ein Mittel des Parcourschefs, die Reiter dazu zu zwingen, etwas oberflächlicher die Sprünge anzureiten und dann hast du sofort einen Flaggenfehler, ein ausgelöstes MIM oder ein Run Out. Deswegen würde ich sagen, dass die Einteilung des Rittes, die Kräfte des Pferdes, die Konditionen, alles zusammen wird den Sieger ergeben.“

Du hast angesprochen, dass die Europameisterschaft 2027 in Avenches vielleicht auch noch notwendig sein könnte, um sich für Olympia 2028 zu qualifizieren. Welches Ziel hast Du in Aachen?

„Mein Ziel für Aachen ist eine Team-Medaille. Das ist der Anspruch in Deutschland und da ändern  wir auch nichts dran - und natürlich ist das Minimalzeil die Olympiaquali. Wir sind amtierender Weltmeister, wir sind amtierender Europameister und ich bin sehr optimistisch. Die Pferde sind gut in Schuss, nichtsdestotrotz Ist die Decke oben dünn und wir müssen abwarten, wer uns am Ende auch zur Verfügung steht.“

Wem gibst Du das Favoritenschild?

„Ganz klar England. Amerika finde ich sehr stark, Neuseeland finde ich sehr stark, die Franzosen sind gut in Schuss und hatten in Badminton tolle Paare. Belgien und die Schweiz sind immer ein Geheimtipp, die Japaner waren Dritte bei den Olympischen Spielen. Am Ende brauchen wir ein gutes Wochenende, müssen auf uns selber gucken und top-performen und dann Ist alles drin, aber Fehler machen dürfen wir nicht.“

Und in der Einzelwertung?

„Michi Jung, Laura Collett, Julia [Krajewski], Ros Canter - es gibt mindestens 10 Paare, die das Turnier gewinnen können. Du kennst meine Einschätzung dazu, man muss die richtigen Reithosen anhaben, das Wochenende muss passen, es muss bei dem Weltmeister alles von A bis Z passen. Da kann eine Sekunde im Gelände oder ein offenes Halten schon den Ausschlag machen.“

Worauf freust du Dich besonders in Richtung Aachen?

„Das wird ein Mega-Event werden, wir können Werbung machen für den Reitsport, für die Vielseitigkeit. Wir haben das deutsche Publikum hinter uns, das wird ein Spektakel und ich wünsche mir natürlich ein erfolgreiches Ende. Das Wichtigste ist, dass wir den Sport top präsentieren, aber dann kommt natürlich der Erfolg der deutschen Vielseitigkeitsreiter und dafür arbeiten wir.“

Eine Wiederholung des 2006-Ergebnisses wäre für Dich OK?

„Das nehm‘ ich gerne.“



Eine klare Team-Marschroute hat auch die Vorsitzende des Warendorfer Vielseitigkeitsausschusses, Dr. Annette Wyrwoll, bereits in Marbach ausgegeben:

„In Aachen wollen wir aufs Podium.“


Danke an 

Diana Jung (facebook.com/dianajung.fotografie.7) und

Ingo Wächter (iw-images.de)

für die Unterstützung bei den Bildern.

Einen Blick in die Historie der Weltmeisterschaften der Vielseitigkeitsreiter, eine ausführliche Tryon-Nachschau und die komplette Pratoni del Vivaro-Berichterstattung aus 2022 gibt es hier.

Sie haben das Ende der aktuellen Berichterstattung erreicht  -  danke für Ihr Interesse!

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